Rang drei hart umkämpft

Drei Spiele in vier Tagen: Für einige Klubs der Inter-National-League stehen anstrengende Tage an. Titelverteidiger EHC Alge Elastic Lustenau könnte mit einer erfolgreichen Tour in Slowenien zu Leader Lorenz Lift VEU Feldkirch aufschließen.

Mit einem Doppelwochenende und einem Feiertag am Dienstag warten auf einige Klubs der Inter-National-League anspruchsvolle Tage, an denen die erste Hälfte des Grunddurchgangs auch zu einem Ende kommt.

Lorenz Lift VEU Feldkirch, der derzeitige Tabellenführer mit drei Punkten Vorsprung, möchte diese Position in den kommenden beiden Partien verteidigen. Am Sonntag kommt der fünftplatzierte HK ECE Celje in die Vorarlberghalle, von einer einfachen Begegnung möchten die Feldkircher aber nicht sprechen. "Celje ist nicht zu unterschätzen. Wir werden auch in diesem Match bereit sein müssen, wenn wir gewinnen wollen. Die Punkte bekommt man in dieser Liga nicht geschenkt", weiß Trainer Michael Lampert, der auf Stürmer Daniel Fekete krankheitsbedingt verzichten muss, aber auf Verteidiger Matic Jancar wieder zurückgreifen kann.

Der erste Verfolger der VEU, Titelverteidiger EHC Alge Elastic Lustenau, könnte mit einem erfolgreichen Wochenende in Slowenien wieder zum Vorarlberger Konkurrenten aufschließen. Verzichten muss Trainer Janne Sinkkonen in den Spielen gegen HK Playboy Slavija Ljubljana und HDD SIJ Acroni Jesenice auf Verteidiger Thomas Vallant und Stürmer Thomas Auer. Kooperationsspieler Vallant wurde vom EC-KAC zurückbeordert und Auer wurde nach seiner Matchstrafe vom letzten Wochenende für acht Partien gesperrt. "Ljubljana agiert meist sehr defensiv und Jesenice ist unser erster Verfolger. Es wird sicher nicht einfach in Slowenien", wissen die Lustenauer.

Eine ähnliche Auswärtstour hat der EHC-Bregenzerwald vor sich, der am Samstag in Jesenice um den dritten Tabellenrang kämpfen wird. Im ersten Duell rangen die "Wälder", die die letzten zehn spielfreien Tage zur intensiven Vorbereitung nutzten, die Slowenen mit 7:6 nieder. "Wir haben jetzt vier anstrengende Tage mit drei fordernden Spielen vor uns. Jesenice ist ein Geheimfavorit in der Liga und sehr heimstark. Wir haben in letzter Zeit wenig Punkte geholt und sind auf Platz vier gerutscht. Deshalb fokussieren wir uns vorerst auf das schwere Samstagsspiel", erklärt Kapitän Christian Ban. Die Verletzten David Mitgutsch und Fabian Glanznig sind nicht dabei, ein Einsatz von Jürgen Fussenegger entscheidet sich kurzfristig.

Ohne Markus Ehrensperger und Patrick Stadler versucht der EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel Rang fünf in der Tabelle gegen die direkten Konkurrenten HK ECE Celje und EK Zell am See zu erobern. "Gegen beide Mannschaften haben wir eine offene Rechnung. Wir wollen uns in den Heimspielen für die Niederlagen revanchieren und wieder auf Rang fünf zurück", meint der sportliche Leiter Hans Exenberger. Am Nikolaustag kommt es in Kitzbühel zum Derby gegen die "Eisbären", das mit einem Nikolauseinzug in der zweiten Drittelpause noch etwas versüßt wird.

Mit fünf Niederlagen in Folge ist Zell am See wieder auf Rang sieben in der Tabelle abgestürzt. In den Partien gegen KSV Eishockey und Kitzbühel soll der "Turnaround" in der Vorweihnachtszeit gelingen. Die "Eisbären" stehen allerdings auch vor schwierigen Tagen, da ein Großteil des Personals angeschlagen oder verhindert ist. Christoph Frank, Lukas Schluderbacher, David Franz, Matthias Gaggl, Patrick Schonaklener und Patrick Ratz fallen definitiv aus. Zudem sind die kranken Jürgen Tschernutter und Johannes Schernthaner fraglich.

Die Kooperationsspieler aus Linz, Stefan Gaffal, Gerd Kragl und Erik Kirchschläger, stehen im Kader der österreichischen U20-Nationalmannschaft für die in einer Woche beginnende IIHF U20 Weltmeisterschaft Division IA in Wien. Team Manager Klaus Mitterer: "Wir haben gegen Jesenice und Lustenau gut gespielt, davon können wir uns aber nichts kaufen. In den nächsten Spielen müssen dringend Punkte her. Die Mannschaft muss jetzt noch enger zusammenrücken, das Herz in die Hand nehmen und vom Anfang bis zum Ende alles geben."

KSV Eishockey ist noch immer die einzige Mannschaft ohne Sieg nach regulärer Spielzeit, die Ambitionen in Kapfenberg sind aber weiterhin ungebremst. Der Rückstand auf einen Play-off-Platz beträgt derzeit nur vier Zähler und könnte bereits mit einem erfolgreichen Wochenende verringert werden. "Wir müssen das Match gegen Celje, in dem wir keine gute Leistung geboten haben, abhaken und wollen am Samstag auf jeden Fall punkten", erklärt Stürmer Stefan Trost, der ab Sonntag auch im Trainingslager der U20-Nationalmannschaft tätig sein wird.