Neuer Trainer in Kapfenberg

Am vergangenen Wochenende kletterte Titelverteidiger EHC Alge Elastic Lustenau erstmals an die Tabellenspitze der Inter-National-League. Am Samstag kommt es in der Vorarlberghalle der Lorenz Lift VEU Feldkirch zum Schlagerspiel um Rang eins.

Vor zwei Wochen musste die Lorenz Lift VEU Feldkirch im Derby beim EHC Alge Elastic Lustenau die erste und bisher einzige Niederlage in dieser Saison hinnehmen. Geschuldet war dieses Ergebnis einem schwachen ersten Drittel, als die "Löwen" mit 3:0 nach 14 Minuten in Führung lagen.

Derzeit stehen beide Teams mit jeweils 20 Punkten an der Spitze der Inter-National-League, am Samstag kann es nach dem zweiten direkten Duell nur noch einer sein. "Wir freuen uns schon auf dieses Spitzenspiel. Nach dem verschlafenen Start beim letzten Spiel gegen die Lustenauer haben wir noch eine Rechnung offen und wir wollen uns in der eigenen Halle die Tabellenführung zurückholen", versichert Trainer Michael Lampert, der auf den gesamten Kader zugreifen kann.

Es ist nicht nur das Duell Erster gegen Zweiter, sondern auch der Vergleich der besten Scorer der Liga. Auf der einen Seite ist Lustenaus Scott Barney mit zehn Toren und sieben Assists, auf der anderen Seite sind Feldkirchs Punktesammler Steven Birnstill (2/11), Michael Novak (4/9) und Dylan Stanley (8/5) am Werk.

"So leicht wie in den ersten 20 Minuten beim ersten Spiel wird es uns die VEU bei ihrem Heimspiel wohl nicht mehr machen. Trotzdem fahren wir mit viel Selbstvertrauen nach Feldkirch. Wir haben die VEU zu Hause geschlagen und sind Tabellenführer und wollen die Spitzenposition auch behaupten", so ein zuversichtlicher Stürmer Dominik Oberscheider.

Der EHC-Bregenzerwald ist dem Top-Duo auf den Fersen und hat nur zwei Punkte Rückstand. Im nächsten Heimspiel wartet der Siebente EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel auf die "Wälder", die im Rahmen dieser Partie ihren Hauptsponsor verlosen werden. Trainer Alex Stein kann weiterhin nicht auf Fabian Glanznig zurückgreifen, Simon Hämmerle ist genauso wie Steven Schwinger fraglich.

"Das erste Spiel gegen Kitzbühel war eng. Sie sind ein Team, das um einen großen Sieg Ausschau hält, um die Saison wieder ins Rollen zu bringen. Wir starten wieder bei null in das zweite Viertel der Meisterschaft. Zu Hause fordere ich das Team auf, 60 Minuten 'Wälderhockey' zu zeigen. Das wird der Schlüssel zum Sieg", meint Trainer Stein.

Gegner Kitzbühel steckt weiter im Tabellenkeller fest, nachdem am letzten Wochenende zwei Spiele verloren wurden. Es sind nur Kleinigkeiten, die bisher bei den Tirolern nicht gepasst haben. Daher bleibt auch Aleksandar Magovac optimistisch: "Jedes Team ist schlagbar, so auch Bregenzerwald. Wenn wir als Team auftreten und 60 Minuten fokussiert bleiben, ist dies möglich. Wir sind klarer Außenseiter in dieser Begegnung und werden versuchen, uns bestmöglich zu verkaufen."

Der EK Zell am See hat unter dem neuen Trainerduo Herbert Hohenberger und Thomas Guggenberger zuletzt mit zwei Siegen wieder in die Erfolgsspur gefunden. Igor Rataj und Christoph Herzog stehen kurz vor ihren Comebacks und könnten gegen HK Playboy Slavija Ljubljana bereits wieder auflaufen. Auch bei Tobias Dinhopel könnte es nach der Verletzung von Sonntag bereits am Samstag wieder mit einem Einsatz klappen.

Jürgen Tschernutter sieht das Selbstvertrauen zurückgekehrt: "Wir haben noch nichts gewonnen. Die beiden Siege gegen Ljubljana und Kitzbühel waren wichtig, doch müssen diese im nächsten Spiel erst bestätigt werden. Wir werden alles geben, damit uns das gelingt."

Nach nur einem Sieg nach Verlängerung und sechs Niederlagen tauschte der KSV Eishockey in dieser Woche seinen Trainer aus und präsentierte am Freitag Jorma Siitarinen als neuen Head Coach. Der 65-jährige Finne stand in seiner Karriere bereits im Trainerteam der österreichischen Nationalmannschaft sowie von EC Red Bull Salzburg und wird im Heimspiel gegen HDD SIJ Acroni Jesenice sein Debüt an der steirischen Trainerbank geben.

Kapfenbergs Kapitän Lukas Draschkowitz: "Wir geben uns nicht mit den letzten Ergebnissen zufrieden und wollen wieder anschreiben. Jeder ist hungrig und will gewinnen, auch wenn wir leider Ausfälle haben. Jesenice lässt die Scheibe gut laufen und bewegt sich gut, aber wenn wir alle an einem Strang ziehen und unsere Chancen nutzen, können wir gerade zu Hause auch diese Mannschaft schlagen."

Die jeweiligen Topscorer der Teams werden mit einem eigenen Helm speziell gekennzeichnet. Ligasponsor LIKE-ICE sorgte für Design und Ausstattung der Mannschaften, um den punktbesten Spieler des jeweiligen Klubs dem Publikum besser erkenntlich zu machen.