Meister gegen Tabellenführer

Spitzenspiel in der Inter-National-League: Der noch ungeschlagene Tabellenführer Lorenz Lift VEU Feldkirch ist am Samstag zu Gast bei Verfolger EHC Alge Elastic Lustenau. Der EK Zell am See sucht im Heimspiel gegen den EHC-Bregenzerwald den Weg aus der Kr

Der amtierende Meister gegen den Vizemeister, der Tabellenzweite gegen den Tabellenführer, die Topscorer der Inter-National-League im direkten Duell: Das Vorarlberger Derby zwischen dem EHC Alge Elastic Lustenau und der Lorenz Lift VEU Feldkirch hat am Samstag einiges zu bieten. Bei der VEU, die sich bisher ungeschlagen einen Vorsprung in der Tabelle von sechs Punkten erarbeitet hat, könnten zum ersten Mal in der Saison alle Spieler mit an Bord sein.

Trainer Michael Lampert zum bevorstehenden Derby: "Es befinden sich wieder alle Spieler im Training. Wir dürften also, wenn alles klappt, zum ersten Mal komplett antreten. Bei Sven Grasböck wird man allerdings noch schauen, ob es sich wirklich schon ausgeht. Wir treffen auf den amtierenden Meister und das auswärts, das wird eine schwierige Aufgabe. Ich denke, es wird ein gutes Spiel und eine enge Angelegenheit."

Gespannt darf man auch auf die Topscorer sein: Bei Lustenau trägt Scott Barney den Helm des Punktbesten und liegt damit punktgleich mit Feldkirchs besten Scorer, Dylan Stanley, auf dem ersten Platz.

"Wir freuen uns schon auf das Spiel gegen Feldkirch. In diesem Derby muss kein Spieler auf beiden Seiten zusätzlich motiviert werden. Das Duell Lustenau gegen Feldkirch in einer hoffentlich vollen Rheinhalle motiviert von selbst. Wir werden alles daran setzen, um als Sieger das Eis zu verlassen, die Siegesserie fortzusetzen und in der Tabelle ein Stück näher an Feldkirch heranzurücken", so Lustenaus Kapitän Toni Saarinen.

Für den EK Zell am See war es keine einfache letzte Woche. Zwei Niederlagen in der Meisterschaft sowie die Trennungen von Head Coach Milan Mazanec und Try-out-Kandidat Matiss Gelazis. Mittwochmittag übernahm "Eisbären"-Rekordspieler Thomas Guggenberger das Zepter hinter der Bande.

Im Hintergrund wird eifrig nach einem Nachfolger für Mazanec gesucht, doch die Mannschaft hat den Fokus längst auf die bevorstehenden Aufgaben gerichtet. "Eine spannende Aufgabe steht vor uns, speziell natürlich vor mir! Es wird mein erstes Spiel als interimsmäßiger Coach. Wir haben die letzten Trainings perfekt genützt, hart gearbeitet und werden am Samstag bereit sein und die nächsten Punkte einfahren können", meint Neo-Coach Thomas Guggenberger, der auf Igor Rataj, Christoph Frank und wahrscheinlich auf Jürgen Tschernutter verzichten muss.

Gegner EHC-Bregenzerwald startete besser in die Saison und liegt nur knapp hinter Rang zwei. Fabian Glanznig kann die Fahrt nach Zell am See nicht antreten, welche Dornbirner Kooperationsspieler ausfallen, steht erst am Samstag fest. "Zell am See hat keinen Trainer mehr. Das wird frischen Wind in den Raum bringen. Wie dieser Wind dann bläst, weiß niemand. Unser Job ist es, das Team permanent unter Druck zu setzen und wie gegen Slavija als ein Team zu spielen", verrät Trainer Alex Stein seine Taktik.

Im Duell gegen HK Playboy Slavija Ljubljana möchte der EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel ein Abrutschen in der Tabelle verhindern. Dazu ist allerdings ein Auswärtssieg in Slowenien Pflicht, den man ohne die Ausfälle Christopher Feix, Markus Ehrensperger und Patrick Stadler erreichen möchte. Motivation und Stimmung passen laut Christoph Exenberger: "Das nächste Auswärtsspiel findet gegen einen unmittelbaren Play-off-Gegner statt. Die gesamte Mannschaft hat hart trainiert und ist voll motiviert und will Zählbares in die Gamsstadt mitnehmen. Wenn wir aus einer gestärkten Abwehr sowie mit unseren schnellen Konterspielern den Gegner unter Druck bringen, werden wir auch gegen die Slowenen anschreiben."

Den Auftakt in diesen siebenten Spieltag bereitet das slowenische Duell zwischen HDD SIJ Acroni Jesenice und HK ECE Celje. Beide haben neun Punkte auf dem Konto und liegen damit nur zwei Zähler hinter Titelverteidiger Lustenau.

"Wir sind sicher der Favorit in diesem Spiel, wenn man unsere letzten Begegnungen ansieht. Celje hat sich in dieser Saison aber verbessert, wir müssen sicher aufpassen", erklärt Jesenices Verteidiger Ales Jeklic. Ganz mit der Rolle des "Underdogs" will man sich in Celje aber nicht zufrieden geben, wie Stürmer Ziga Svete meint: "Dieses Spiel wird zeigen, ob wir auch mit den stärkeren Teams mithalten können. Wir wollen aber Punkte mit nach Hause nehmen, dafür fahren wir nach Jesenice."

Die jeweiligen Topscorer der Teams werden ab sofort speziell mit einem eigenen Helm gekennzeichnet. Ligasponsor LIKE-ICE sorgte für Design und Ausstattung der Mannschaften, um den punktbesten Spieler des jeweiligen Klubs dem Publikum besser erkenntlich zu machen.

Unter dem Menüpunkt "Tabelle" der Inter-National-League auf der Website des Österreichischen Eishockeyverbandes sind die Vereinsportraits der einzelnen Klubs ersichtlich. Weiterführend sind auch die jeweiligen Spielerportraits mitsamt deren Einsatzstatistik abrufbar.