Erstes Doppelwochenende

Am ersten Spieltag katapultierte sich die Lorenz Lift VEU Feldkirch mit einem 6:1-Derbysieg gegen den EHC-Bregenzerwald auf den ersten Tabellenplatz. Diesen möchten die Feldkircher in den zwei Auswärtsspielen am Wochenende behalten. Titelverteidiger EHC A

Die Lorenz Lift VEU Feldkirch nahm die guten Ergebnisse der Vorbereitung, in der die Vorarlberger ungeschlagen blieben, in den Saisonauftakt mit und entschied das Derby gegen den EHC-Bregenzerwald mit 6:1 für sich. Für den aktuellen Tabellenführer nach dem ersten Spieltag geht es am ersten Doppelwochenende der Saison nach Slowenien und in die Steiermark.

Für den HK ECE Celje ist es das erste Saisonspiel und dann gleich gegen einen Titelfavoriten, der sich in guter Form präsentiert. Trotzdem gehen die Slowenen mit Selbstvertrauen in diese Partie, wie Tomo Hafner erklärt: "Für das erste Spiel erwartet uns eine starke und erfahrene Mannschaft. Dieses Jahr haben wir ein paar neue Spieler und damit sind wir sicher besser als im letzten Jahr. Das ist unser erstes Heimspiel und wir werden alles machen, damit wir gewinnen."

Bei Feldkirch wurde der 22-jährige Stürmer Clemens Znenahlik auf Try-out-Basis engagiert und er wird auch in den beiden Auswärtsspielen in Celje und Kapfenberg am kommenden Wochenende sowie im nächsten Heimspiel gegen HK Playboy Slavija Ljubljana zum Einsatz kommen. "Wir haben jetzt die Möglichkeit, Try-out-Spieler zu holen. Wir nützen dies bei Clemens aus, geben ihm die Chance sich zu empfehlen und werden Ende der kommenden Woche entscheiden", verrät Trainer Michael Lampert die Feldkircher Absichten und fügt hinzu: "So ein Auswärtsdoppelwochenende ist immer schwierig. Man hat schon in der ersten Runde gesehen, dass man keinen Gegner unterschätzen darf. Nichts desto trotz möchten wir natürlich an diesem Wochenende möglichst viele Punkte mit nach Hause nehmen."

24 Stunden später gastiert Feldkirch in Kapfenberg, das sein Auftaktspiel nach Verlängerung gegen Ljubljana gewinnen konnte. An diesem Wochenende warten allerdings mit dem EK Zell am See und Feldkirch zwei große Kaliber auf die Steirer, die wieder auf Torhüter Dominik Frank von den Graz99ers zurückgreifen können. Markus Urbanek und Rene Krumpl vom EC VSV geben als Kooperationsspieler ihr Debüt beim KSV. "Wir sind in beiden Spielen klarer Außenseiter, werden aber unser Bestes geben, um zu punkten", meint Stürmer Lukas Titze.

Zell am See musste sich im ersten Spiel HDD SIJ Acroni Jesenice geschlagen geben, die Liste der Verletzten ist nach wie vor groß. Nach der Auftaktniederlage wollen die "Eisbären" zu Hause die ersten Punkte einfahren. Mit Jürgen Tschernutter, Alexander Grabmayr und Rene Hochwimmer könnten drei Spieler zurückkehren. Dafür hat es am Samstag Alexander Fazokas erwischt, der einen Schuss ins Gesicht bekam und operiert werden musste.

Von den Kooperationspartnern stehen aus Linz David Franz und Erik Kirchschläger zur Verfügung. Bei Familie Frank kommt es dabei am Samstag zum Bruderduell zwischen Christoph (Zell am See) und Dominik (KSV): "Es wird keinen Kleiner-Bruder-Bonus geben, im Gegenteil, er wird von mir von der ersten Minute an zu spüren bekommen, was es heißt in Zell am See als Gegner am Eis zu stehen! Ich werde es mir nicht nehmen lassen, ihn in seinem Torraum persönlich zu begrüßen und ihm meinen neuen Schläger vorzustellen", verspricht Christoph Frank seinem jüngeren Bruder.

Der EHC-Bregenzerwald steht ebenfalls vor zwei wichtigen Spielen, in denen die ersten Punkte geholt werden sollen, zunächst in Kitzbühel und am Sonntag zu Hause gegen Jesenice. Da der Dornbirner EC zwei Auswärtsspiele in der Bundesliga absolviert, werden den "Wäldern" einige Kooperationsspieler nicht zur Verfügung stehen.

"Ich habe schon mit Mannschaften gegen den Kitzbüheler Coach West gespielt und seine Teams sind immer harte, motivierte Arbeiter. Mit dem Sieg gegen Lustenau haben sie an Selbstsicherheit gewonnen und werden ein schwieriger Gegner sein. Jesenice ist zurzeit das zweitbeste Team der Liga. Wir müssen unser Bestes geben und brauchen hier unsere Unterstützer, um stark zu sein und gute Stimmung zu haben, beim ersten Heimspiel", freut sich Trainer Alex Stein schon auf sein Heimdebüt.

Der EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel startete überraschend mit einem Sieg gegen Titelverteidiger EHC Alge Elastic Lustenau in die Saison. Diesen Aufwind wollen die Tiroler auch im zweiten Heimspiel ausnützen. "Mit Bregenzerwald kommt ein ähnlicher starker Gegner und Titelfavorit in die Gamsstadt. Wir müssen wieder 60 Minuten konzentriert und konsequent spielen, um die Punkte in Kitzbühel zu behalten", erklärt Trainer Joe West.

Jesenice steht ein Vorarlberger Wochenende bevor, zunächst in Lustenau und dann gegen den EHC-Bregenzerwald. Nach dem Auftaktsieg gegen Zell am See ist die Stimmung in Jesenice aber perfekt. "Im letzten Jahr haben wir viele Auswärtsspiele verloren, weil wir zu langsam begonnen haben. Das wollen wir in dieser Saison besser machen und von Beginn an unser Tempo gehen", verrät Jure Dolinsek.

Mit viel Power, Energie und Einsatz wollen die Lustenauer "Löwen" die Auswärtsniederlage gegen Kitzbühel vergessen machen. Mit Jesenice kommt ein sehr starker Gegner in die Rheinhalle. "Jesenice ist mit Sicherheit die stärkste Mannschaft aus Slowenien. Für viele Experten gilt das Team als Mitfavorit auf den Meistertitel für die kommende Saison. Das Spiel gegen Kitzbühel hat gezeigt, dass die Rädchen in Lustenau noch nicht zu 100 Prozent in sich greifen und der Spielfluss erst gefunden werden muss. Vor allem scheiterten die Jungs trotz zahlreicher Möglichkeiten immer wieder beim Abschluss. Ich bin mir aber sicher, dass dies von Spiel zu Spiel besser wird", so Vorstandsmitglied Martin Stadlober.