Wer holt sich die Weihnachtskrone?

Am Samstag könnte in der Inter-National-League die erste Entscheidung bezüglich der ersten fünf Play-off-Plätze fallen: Denn gewinnen die Verfolger von Leader EHC-Bregenzerwald jeweils ihre Spiele stehen die Top Fünf nach dem Grunddurchgang fest.

Der HC Steelers Kapfenberg hat nur noch eine minimale Chance, sich bereits nach dem Grunddurchgang für das Play-off der Inter-National-League zu qualifizieren. Dazu müssen die Steirer zunächst selbst ihre restlichen vier Spiele gewinnen und auf Schützenhilfe in den anderen Begegnungen hoffen. Der derzeitige Rückstand der Steelers auf Rang fünf (EK Zell am See) beträgt zehn Punkte, am Samstag sind einmal drei Punkte bei Schlusslicht HKMK Bled eingeplant.

Fraglich bleibt allerdings, ob die anderen Spiele am Samstag Kapfenberg den Rücken stärken. Der EK Zell am See ist bei HK Playboy Slavija Ljubljana zu Gast und könnte sich mit einem Sieg beim Vorletzten das Play-off-Ticket sichern. Die Ausfallliste bei den "Eisbären" ist mittlerweile sehr lang. Igor Rataj, Lukas Schluderbacher, Xaver Hartl, Matthias Gaggl und Christoph Frank, der für seine erhaltene Matchstrafe in Kranj vom Strafsenat vier Spiele Sperre gesperrt wurde und erst am 30. Dezember zurückkehren wird, fallen definitiv aus. Sehr fraglich ist auch der Einsatz von Filip Vlcek und Jürgen Tschernutter. "Die Ausfallliste ist eine Katastrohe! Zum Glück haben wir einen derart breiten Kader, andere Mannschaften würden bei der Fülle an Ausfällen nicht einmal mehr zwei Linien aufs Eis bringen", meint Vize-Obmann Thomas Salchegger.

Als einziger slowenischer Verein hat HDD SIJ Acroni Jesenice am Samstag ebenfalls die Chance, die "Master Round" der besten Fünf zu erreichen. Dafür wird ein Heimsieg gegen HK Triglav Kranj, der bisher auswärts nur einmal voll punkten konnte.

In der Lage, für das Play-off bereits zu planen, befindet sich bisher nur der EHC-Bregenzerwald, der die Tabelle mit zwei Punkten vor EHC Alge Elastic Lustenau und Lorenz Lift VEU Feldkirch anführt. In Feldkirch kommt es zum Derby mit den "Wäldern", die gerne auf Rang eins die Weihnachtsfeiertage verbringen möchten.

"Derbytime, Spiel um Platz eins, Sportlerherz was willst Du mehr? Feldkirch, ein Team mit großer Tradition, einem verdammt starken Kader und am Samstag sicher mit einer riesen Heimkulisse im Rücken, wird ein ganz harter Gegner sein. Aber je größer die Herausforderung, je besser die Spiele, desto mehr freue ich mich darauf – das sind die Spiele, in denen sich der Spreu vom Weizen trennt", brennt in Bregenzerwalds Kapitän Christian Ban bereits das Derbyfieber. Sein Trainer Henrik Alfredsson fügt noch hinzu: "Es braucht nicht viele Worte. Das wird ein ganz starkes, aber auch schweres Spiel. Wir haben einen Plan, den werden wir umsetzen. Gegen dieses körperlich so große und starke Team müssen wir unseren Speed voll ausnutzen. Wir dürfen keine unnötigen Risiken nehmen und müssen sehr solide spielen."

Gegner Feldkirch konnte sich unter der Woche wieder die Tabellenführung im Österreich Cup zurückholen und brennt auf den ersten Sieg in dieser Saison gegen die "Wälder", nachdem bisher beide Auswärtsspiele knapp verloren wurden. Dominik Müller kehrt nach seiner Sperre zurück in den Kader, wodurch Head Coach Milos Holan auf seinen gesamten Kader zurückgreifen kann. "Es wird wieder ein spannendes Spiel. Bereits die letzten beiden Begegnungen waren tolle und enge Matches. Es wird aber nach den knappen Niederlagen einmal Zeit, dass wir gewinnen", erhofft sich Manager Michael Lampert einen Heimsieg.

Lustenau kämpft im letzten Spiel des Jahres, in der kommenden Woche sind die "Löwen" spielfrei, an zwei Fronten. Zunächst legten die Vorarlberger Berufung gegen die vom Strafsenat nach einer Anzeige ausgesprochene Sperre gegen Thomas Auer (fünf Spiele unbedingt, zwei Spiele bedingt) ein und warten noch auf das Ergebnis der Berufungsinstanz. Gespielt wird am Samstag beim EC „Die Adler“ Stadtwerke Kitzbühel, der sich zuletzt wieder von seiner siegreichen Seite zeigen durfte. "Wir fahren nach Kitzbühel und wollen die drei Punkte mit nach Hause nehmen. Wir werden alles daran setzen um das Jahr mit einem Sieg zu beenden", meint Toni Saarinen, Kapitän des Tabellenzweiten.

Kitzbühel, das die Top Fünf nicht mehr erreichen kann, könnte aber noch Kapfenberg vom sechsten Rang verdrängen (Rückstand fünf Punkte). "Wenn wir defensiv eine Topleistung bringen, können wir auch gegen den Favoriten Lustenau den einen oder anderen Punkt holen. Es wird jedenfalls ein heißer Tanz für die Löwen werden", verspricht Verteidiger Christoph Exenberger.