Um Platz eins in Lustenau

Tabellenführer EHC Alge Elastic Lustenau hat nur einen Auftritt am Wochenende, möchte aber gegen Verfolger HDD Jesenice die Spitzenposition behaupten. HK Celje versucht in den beiden Heimspielen, die ersten Punkte in dieser Saison zu ergattern.

Ein "Single-Wochenende" steht dem EHC Alge Elastic Lustenau in der Inter-National-League bevor, dieses hat es aber in sich. Mit HDD Jesenice kommt eine Mannschaft in die Rheinhalle, die wie die Vorarlberger erst ein Spiel in dieser Saison verloren hat. Diese eine Niederlage kam am ersten Spieltag in der Verlängerung in Feldkirch zustanden. Die jüngsten drei Begegnungen konnten die Slowenen teils deutlich für sich entscheiden.

"Der erfolgreiche Start in die Saison hat uns noch mehr Selbstvertrauen gegeben. Wir wissen, dass wir ein sehr gutes Team haben. Das wollen wir an diesem Wochenende in Vorarlberg gegen Lustenau und Bregenzerwald auch zeigen. Wir werden wieder unser schnelles Spiel spielen und versuchen, so oft zu treffen wie möglich", sagt Verteidiger Anze Zupancic, der mit seiner Mannschaft die Tabellenführung im Visier hat. Jesenice war bereits im Vorjahr die gefährlichste slowenische Truppe, heuer wurde noch einen Gang höher geschaltet.

Aber auch in Lustenau steuert man von Erfolg zu Erfolg, hier setzte es im zweiten Spiel beim EK Zell am See die bisher einzige Niederlage. Der Wechsel des Trainers auf Heikki Mälkiä hat sich positiv ausgewirkt, die vier eifrigsten Punktesammler der Saison entstammen alle der Rheinhalle. "Jesenice ist ein ganz schwieriger Gegner und sicher auch einer der Favoriten in dieser Meisterschaft. Wie in den letzten Spielen müssen wir einfach konzentriert bleiben, dann werden wir wieder drei Punkte einfahren können", ist Mälkiä, der keinen Ausfall zu beklagen hat, überzeugt.

Bei Jesenices sonntäglichem Gegner, EHC-Bregenzerwald, lichtet sich ein wenig die Verletztenliste. Niclas Frahmer, der am Dienstag im Österreich Cup einen Treffer erzielt hat, wird nach seiner langen Pause (sechs Wochen) sein erstes Spiel in der Inter-National-League bestreiten. Zudem kehren Dominik Dieber nach einem halben Jahr Auszeit und Georg Waldhauser nach drei Wochen Pause wieder zurück in das Aufgebot.

"Endlich haben wir wieder Heimspiele, die wir für unsere Gäste zu einem speziellen Event machen wollen. Zum Glück haben einige Spieler ihre Verletzungen ausgeheilt und kommen zurück, dadurch haben wir wieder mehr Optionen im Spiel", meint Obmann Guntram Schedler. Aufgrund der Kooperation mit dem Dornbirner EC fehlen im Schlager gegen Jesenice Philip Putnik, Stefan Häussle und Smail Samardzic.

Am Samstag gegen den Vorletzten HKMK Bled dürfen sich die "Wälder" drei Punkte erwarten. "Das wird ein hartes Wochenende mit zwei ganz verschiedenen Gegnern. Gegen Bled müssen wir versuchen, unsere offensiven Qualitäten in die Tat umzusetzen. Gegen Jesenice müssen wir hingegen in der Defensive sehr gut stehen. Dieses zweite Spiel ist auch eine Art Standortbestimmung für uns, da es ja gegen einen Meisterschaftsfavoriten geht", weiß Trainer Henrik Alfredsson.

Der dritte im Bunde von Mannschaften mit nur einer Niederlage ist der EK Zell am See, der zunächst zu Hause den HK Playboy Slavija Ljubljana empfängt und am Sonntag bei HK Celje zu Gast ist. Beide slowenischen Teams stehen am Tabellenende und haben bisher nur vier (Slavija) bzw. keine Punkte (Celje) am Konto.

Die "Eisbären" haben sich viel vorgenommen, wollen am Wochenende sechs Punkte holen, die Slowenen aber auf keinen Fall unterschätzen. Vize-Obmann Thomas Salchegger: "Natürlich sind wir von der Papierform her der Favorit, diese Rolle nehmen wir auch gerne an. Wir dürfen beide Teams nicht unterschätzen, müssen sie von der ersten Minute an unter Druck setzten und ihnen unser Spiel aufzwingen, dann wird es auch mit sechs Punkten klappen."

Rene Hochwimmer, Tobias Dinhopel und Christoph Frank werden am Wochenende definitiv ausfallen sowie hinter den Einsätzen von Marcell Wurzer und Lukas Schluderbacher stehen gehörige Fragezeichen. "Bei letzterem besteht aber die größte Hoffnung, dass er zumindest am Sonntag in Celje erstmals das Tor der Pinzgauer hüten wird. Eine Entscheidung ob und wer am Wochenende von den Verletzten bzw. angeschlagenen Spielern spielen kann, werden wir nach dem Abschlusstraining fällen können", erklärt Manager Klaus Mitterer.

Der HK Celje trifft vor dem Kräftemessen gegen den EK Zell am See noch im Derby auf den HK Triglav Kranj und möchte hier die ersten Punkte holen. Stürmer Zan Jezovsek ist mehr als zuversichtlich, dass der erste Saisonsieg gelingt: "Wir erwarten von der ersten bis zur letzten Minute einen harten Kampf gegen Kranj. Wenn wir unsere Abschlussschwäche der letzten Spiele ablegen, werden wir die ersten Punkte holen. Wir gehen sehr optimistisch in dieses Wochenende."

Nach dem anfänglichen guten Start hat Liganeuling EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel in den letzten Partien Lehrgeld zahlen müssen. Vor den Duellen gegen Lorenz Lift VEU Feldkirch, das um die Tabellenführung kämpft, und HK Playboy Slavija Ljubljana machen sich auch Verletzungssorgen in der Gamsstadt breit. Christoph Bacher und Christopher Feix können noch nicht auflaufen, Thomas Hechenberger ist für einen Einsatz fraglich. "Feldkirch ist ein sehr starker Gegner und ein Mitfavorit auf den Titel. Wir werden aber alles geben, damit wir drei Punkte holen und den Anschluss nicht ganz verlieren", meint Stürmer Christoph Echtler.

Nach einem optimalen Start in den Österreich Cup am Dienstag stimmt das Selbstvertrauen beim HC Steelers Kapfenberg. Die Steirer haben nur eine Partie am Sonntag bei HK Triglav Kranj, von der die Steelers laut Präsident Peter Klimovic "mit drei Punkten wieder nach Hause kommen möchten". Mit acht Punkten aus fünf Spielen mischen die Kapfenberger im vorderen Drittel mit und wollen auch in diesen Tabellenregionen bleiben. "Wir haben sehr gut trainiert und uns auf Kranj bestens vorbereitet. In den letzten Wochen sind wir immer besser in Schuss gekommen", freut sich der sportliche Leiter, Jiri Hala, auf die kommenden Aufgaben.