Letztes Play-off-Ticket an Jesenice

HK Jesenice sicherte sich in einem wahren Krimi am Mittwochabend den letzten Play-off-Platz in der Inter-National-League. Der slowenische Klub besiegte im Entscheidungsspiel den SV Kaltern rothoblaas erst in der zweiten Verlängerung mit 4:3.

Das Entscheidungsspiel um den letzten Platz im Viertelfinale der Inter-National-League war am Mittwochabend in der Arena Podmezakla von Jesenice an Spannung kaum noch zu überbieten. Die Hausherren des HK Jesenice, im Grunddurchgang zwei Mal Sieger gegen den SV Kaltern rothoblaas, gingen aufgrund ihrer leichten Führungsrolle erwartungsgemäß in Führung, Ales Remar traf ins Schwarze (11.).

Die Partie war aber bereits im ersten Abschnitt auf Augenhöhe, die Südtiroler ließen nicht lange auf den Ausgleich durch Danko Deveri (16.) warten. Die zweiten 20 Minuten wurden etwas ruppiger, blieben aber weiterhin mehr als ausgeglichen. Kaltern konnte im Gegensatz zu Jesenice aber zwei Chancen nutzen und ging nach den Toren von Michael Felderer (35.) sowie Deveri in Überzahl (37.) mit einem Vorsprung in das dritte Drittel.

Bereits nach zwölf Sekunden im Schlussabschnitt konnten die Hausherren den Rückstand allerdings halbieren, Anze Zupancic traf zum 2:3. Fünf Minuten später war diese Partie erneut ausgeglichen, als Miha Brus in Unterzahl den gegnerischen Torhüter zum 3:3 bezwingen konnte (46.).

Dadurch war ein Ende im Duell um den achten Play-off-Platz noch lange nicht in Sicht, beide Mannschaften machten in der Defensive dicht und erzwangen eine Verlängerung. Auch in der Overtime zeigte sich ein ähnliches Bild, beiden Teams merkte man die Wichtigkeit dieser Minuten an. Den ersten kleinen Fehler begingen die Gäste aus Südtirol, die allerdings die zweiminütige Unterzahl ohne Gegentor überstanden.

So blieben die ersten 20 Minuten der Verlängerung ohne Torerfolg, eine zweite Overtime musste folgen. In der 86. Minute fiel dann die Entscheidung zugunsten der Hausherren: Nach insgesamt 85:35 Minuten erlöste Peter Bizalj den HK Jesenice, der damit in das Viertelfinale der Inter-National-League einzog. Die „Stahlstädter“ werden ab Samstag neben vier österreichischen und drei italienischen Klubs der einzige slowenische Vertreter im Play-off sein.

Direkt im Anschluss an dieses Entscheidungsspiel in Jesenice hatten die Klubvertreter des HC Gherdeina, des HC Südtirol Bank Eppan und des HC Neumarkt Riwega die Möglichkeit, sich ihren Erstrundengegner im Play-off auszusuchen. Gherdeina, Sieger der "Master Round", entschied sich für Jesenice, Eppan wählte Titelverteidiger EHC-Bregenzerwald, Neumarkt nahm die FBI VEU Feldkirch und der EK Zell am See bekam den EHC Palaoro Lustenau für das Viertelfinale.

Mittwoch, 26.02.2014
HK Jesenice – SV Kaltern rothoblaas 4:3 n.2.V. (1:1,0:2,2:0,0:0,1:0)
Tore: Remar (11.), Zupancic (41.), Brus (46./SH), Bizalj (86.) bzw. Deveri (16., 37./PP), Felderer (35.)
Strafminuten: 10 bzw. 18

Viertelfinale (Best of Five)
Spieltermine: 01.03., 02.03., 08.03.; falls nötig: 09.03., 11./12.03.
1. HC Gherdeina – HK Jesenice
2. HC Südtirol Bank Eppan – EHC-Bregenzerwald
3. HC Neumarkt Riwega – FBI VEU Feldkirch
4. EK Zell am See – EHC Palaoro Lustenau

Spielplan – Tabelle – Statistik