Leader mit vielen Ausfällen nach Jesenice

Für Tabellenführer EHC-Bregenzerwald geht der Kampf um die Spitzenposition am Wochenende in Slowenien weiter. Zehn Spieler könnten den "Wäldern" gegen Verfolger HDD SIJ Acroni Jesenice und Schlusslicht HKMK Bled fehlen. Die Lorenz Lift VEU Feldk

Die letzten harten Derby-Schlachten haben INL-Tabellenführer EHC-Bregenzerwald stark dezimiert. Am Wochenende bei den Auswärtsspielen gegen HDD SIJ Acroni Jesenice und HKMK Bled könnten den "Wäldern" bis zu zehn Spieler fehlen. David Mitgutsch, Fabian Glanznig. Stefan Häussle, Michael Unterberger und Dominik Bereuter sind verletzt, Andreas Judex wird am Freitag noch einmal vom Vereinsarzt untersucht. Zudem sind Philip Putnik, Oliver Achermann, Doinik Dieber und Smail Samardzic bei Partner Dornbirn in der Erste Bank Eishockey Liga im Einsatz.

"Das sind natürlich sehr viele Ausfälle. Wir fahren mit dem, was wir haben, und das hat Qualität und Herz. In solchen Situationen rückt das Team nochmals enger zusammen und jeder gibt noch ein paar Prozent mehr an extra Energie fürs Team", meint Trainer Henrik Alfredsson, der seine Linien im Training dementsprechend anpassen musste.

Der Vorsprung in der Tabelle beträgt auf Verfolger HDD Jesenice gerade einmal einen Punkt, den die Vorarlberger aber verteidigen wollen. "Besondere Situationen erfordern besondere Taten von besonderen Menschen. Genau für das trainieren wir als Team und auch jeder einzelne, damit wir die Energie haben auch solche Berge zu bezwingen", fordert Obmann Guntram Schedler Einsatz bis zur letzten Sekunde.

Die Lorenz Lift VEU Feldkirch, mit zwei Punkten Rückstand auf Rang drei, peilt in den Heimspielen gegen HK Triglav Kranj und HK Celje sechs Punkte an und möchte damit den EHC-Bregenzerwald angreifen.

"Wenn wir ganz vorne dabei sein wollen, müssen wir jetzt sechs Punkte einfahren. Dazu müssen wir hochkonzentriert an die Sache gehen und müssen bereit sein. Wir dürfen die Gegner keinesfalls unterschätzen. Aber ich denke dass, wir nun vom Kader her tief genug besetzt sind und mit vier Linien ein gutes Spiel aufziehen können", erklärt Geschäftsführer Michael Lampert. Mit Fabian Scholz hat die VEU einen neuen Verteidiger verpflichtet, der den Abgang von Travis Granbois kompensieren soll. Mit Dominik Müller haben die Feldkircher am Wochenende auch einen Ausfall, der er im Österreich Cup am Mittwoch mit einer Matchstrafe bedacht wurde.

Eine Vorentscheidung in Sachen Qualifikation für die "Master Round" (Top Fünf) möchte der EK Zell am See herbeiführen. Zunächst kommt am Samstag der HC Steelers Kapfenberg nach Zell am See, mit sechs Punkten Rückstand momentan der unmittelbare Konkurrent um Rang fünf.

Neben den Verletzten Matthias Gaggl, Xaver Hartl und Max Maes wird Filip Vlcek, der am Dienstag bis zu seiner Verletzung mit zwei Toren und einem Assist gegen Kapfenberg im Österreich Cup glänzte, dem EK Zell am See in den kommenden Spielen nicht zur Verfügung stehen. Aufgrund der starken Schwellung konnte noch nicht festgestellt werden, ob die Bänder "nur" eingerissen oder ganz abgerissen sind. Erst Anfang nächster Woche wird man mit Gewissheit sagen können, wie schwerwiegend die entstandene Verletzung tatsächlich ist.

"Kapfenberg hat unbestritten Qualität, aber zu Hause vor unseren Fans brauchen wir uns vor niemanden zu verstecken. Wenn wir konzentriert zu Werke gehen und es uns gelingt, unser Spiel durchzuziehen, werden wir gewinnen", meint "Eisbären"-Stürmer Igor Rataj.

Der HK Celje konnte in den letzten Wochen in Schlagdistanz mit Kapfenberg bleiben und rechnet sich auch noch Chancen aus, die Top Fünf zu erreichen. Die Auswärtsspiele beim EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel und in Feldkirch sind bereits richtungsweisend. "In den letzten beiden Spielen haben wir sechs Punkte geholt. Diesen Trend möchten wir weiter fortsetzen. Wir wissen aber, dass es vor allem auswärts keine leichte Aufgabe ist", erklärt Stürmer Aljaz Ogrizek.