Kommt der nächste Führungswechsel?

Am kommenden "Doppelwochenende" setzt sich das Fernduell um die Tabellenspitze in der Inter-National-League fort. Spitzenreiter EK Zell am See tritt zwei Mal in Slowenien an, Verfolger EHC Alge Elastic Lustenau hat slowenische Klubs zu Gast.

Sieben Spiele, sechs Siege und 17 Punkte: So liest sich die Bilanz von Tabellenführer EK Zell am See und Verfolger EHC Alge Elastic Lustenau. Am nächsten Doppelspieltag der Inter-National-League setzt sich somit das Fernduell dieser beiden Mannschaften fort: Zell am See in Slowenien gegen HKMK Bled und HDD SIJ Acroni Jesenice sowie Lustenau zu Hause gegen HK Triglav Kranj und HK Playboy Slavija Ljubljana.

"Uns erwarten an diesem Wochenende zwei unterschiedliche Begegnungen. Gegen Schlusslicht Bled werden wir selbst das Spiel machen müssen und geduldig auf unsere Chancen warten", meinen die Trainer der "Eisbären". "Am Sonntag wird Jesenice versuchen, uns um mit ihrem Powereishockey um die Ohren zu fahren. Wir sind aber Tabellenführer und fahren mit breiter Brust nach Slowenien."

Zell am See wird erneut nicht mit dem kompletten Kader antreten können. Tobias Dinhopel, Marcell Wurzer, Rene Hochwimmer und Matthias Gaggl werden die Auswärtsfahrt nicht antreten können. HDD SIJ Acroni Jesenice, auf Rang fünf das bestplatzierte slowenische Team der Liga, präsentierte unter der Woche einen neuen Head Coach. Roman Pristov übernahm von Gorazd Rekelj das Traineramt. "Ich muss erst die Spieler kennenlernen, bevor ich Erwartungen formulieren kann. Die Fans erwarten von uns sicher viel. Eines kann ich aber momentan versprechen. Über den Kampf werden wir versuchen, unsere Stärken auszuspielen", kommentiert der neue Chef an der Bande.

Lustenau möchte sich die Tabellenführung zurückerobern und strebt einen vollen Punktezuwachs gegen die beiden slowenischen Vereine in den Heimspielen an. Mit Abstand haben die Vorarlberger die meisten Tore in der Liga geschossen, gegen Kranj und Ljubljana soll es in dieser Tonart weitergehen. "Gleich von der ersten Minute an sollen unsere Gegner merken, dass es an diesem Wochenende in der Rheinhalle keine Punkte abzuholen gibt. Wir wollen dem Publikum ein tolles und schnelles Eishockey zeigen und schlussendlich als Sieger vom Eis gehen", meint Kapitän und bester Vorlagengeber der Liga Toni Saarinen.

Ein Wörtchen um die Tabellenspitze könnte auch die Lorenz Lift VEU Feldkirch mitreden, die derzeit nur einen Punkt Rückstand auf Rang eins hat. Bei den Vorarlbergern lichtet sich langsam die Liste der Verletzten. Florian Martin ist bereits unter der Woche im Cup-Spiel ins Lineup zurückgekehrt. Josi Riener und Daniel Fekete fallen aber weiterhin aus. "In Celje und Kapfenberg wird es für uns sicher nicht leicht. Wir werden aber versuchen, voll zu punkten und uns damit in den vorderen Tabellenrängen festzusetzen", verfolgt Geschäftsführer Michael Lampert ein ehrgeiziges Ziel.

Der HK Celje konnte in den vergangenen Spielen das Punktekonto ordentlich aufbessern. Dem ersten Saisonsieg gegen Kranj folgten zwei Niederlagen im Penaltyschießen gegen Zell am See und Kapfenberg. Den Aufwärtstrend will Stürmer Nejc Kastelic fortsetzen: "Gegen Bled rechnen wir am Sonntag mit drei Punkten. Wir werden den Gegner aber keinesfalls unterschätzen. Gegen Feldkirch wird es sicher schwieriger. Wir werden aber versuchen, so lange wie möglich ein Unentschieden zu halten. Unser Trainer wird uns wie zuletzt wieder gut auf den Gegner einstellen."

Die HC Steelers Kapfenberg sind auf dem Sprung unter die Top Fünf der Tabelle. Das Wochenende wird für die Steirer aber sehr intensiv, da Samstagabend zunächst ein Spiel beim EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel ansteht und am Sonntag das Heimspiel gegen Feldkirch. "Wir haben in den vergangenen Spielen fleißig Punkte gesammelt und wollen natürlich auch am kommenden Wochenende wieder punkten. Es wird ein hartes Stück Arbeit, zuerst die weite Reise nach Kitzbühel und dann wenige Stunden später zuhause gegen die VEU. Viel aufwendiger kann ein Wochenende für die Steelers kaum sein", meint Manager Hannes Matscheko. Trainer Stefan Mikes hat seine Truppe aber gut eingestellt: "Es wird zwar verrückt, wir haben aber sehr gut trainiert und uns bestmöglich auf diese Belastung vorbereitet."

Kitzbühels Teammanager Hans Exenberger: "Nach der Cup-Niederlage gegen Feldkirch, bei der wir zwei Drittel gut mithalten konnten, geht es nun also gegen den zweiten Liganeuling, die Steelers. Ich glaube, dass die Obersteirer ein Gegner in unserer Kragenweite sind. Wenn es unser Team endlich einmal schafft über die volle Distanz konzentriert bei der Sache zu sein, dann haben wir auch wieder die Chance zu punkten."

Der EHC-Bregenzerwald tauscht mit Lustenau an diesem Wochenende die Gegner. Mit einem neuen Hauptsponsor sollen gleich sechs Punkte eingefahren werden. "Wir schauen, welches Lineup wir haben. Wir versuchen uns stetig weiterzuentwickeln. Die neuen Spieler müssen noch unseren Style, unser wirkliches, bedingungsloses Hockey lernen und hineinkommen. Es wird jedoch immer besser", meint Trainer Henrik Alfredsson.