Kitzbühel greift nach der Spitze

Am kommenden Wochenende findet der erste Doppelspieltag der Inter-National-League statt. Der EK Zell am See, bisher als einziges Team noch ohne Punkteverlust, kann sich hierbei bei nur einem Spiel am Samstag voll auf das Derby gegen den EC "Die Adler

Ein Derby um die Tabellenführung prägt den dritten Spieltag der Inter-National-League am Samstag. Wenn sich der EK Zell am See und der EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel gegenüberstehen, treffen sich die beiden noch einzigen ungeschlagenen Mannschaften dieser noch jungen Saison. Beinahe 20 Jahre ist es her, als sich diese beiden Kontrahenten zum letzten Mal in einem Meisterschaftsspiel duellierten.

Die Verantwortlichen des EK Zell am See erwarten eine "Völkerwanderung" von 200 Anhängern in den benachbarten Kitzbüheler Sportpark. "Ein Derby ist natürlich ganz was Besonderes. Wir werden mit dem Zug nach Kitzbühel reisen und versuchen Heimspielatmosphäre in den Sportpark zu zaubern. Ich bin vom Sieg unserer Eisbären überzeugt", erklärt Tobias Els, Obmann des Zeller Fanclubs "The Icebreakers".

Die "Eisbären" haben vor diesem Schlager mit Rene Hochwimmer, Johannes Schernthaner und Tobias Dinhopel drei Ausfälle zu verkraften, Yannick Großlercher ist zudem fraglich. "Wir fahren nach Kitzbühel, um drei Punkte zu holen. Natürlich ist es kein alltägliches Spiel. Die Adler haben sich gut verstärkt und in den ersten beiden Partien gezeigt, was in ihnen steckt. Eines ist klar, alles andere als ein Sieg wäre für uns eine Enttäuschung. Wir hoffen natürlich auch, dass uns viele Fans in die Gamsstadt begleiten", freut sich Manager Klaus Mitterer bereits auf den großen Schlagabtausch in der Region.

Liganeuling Kitzbühel steht das erste Doppelwochenende bevor, denn nach dem Derby heißt das nächste Ziel am Sonntag HDD Jesenice. Nach Siegen über den EHC-Bregenzerwald und HKMK Bled stehen die "Adler" (Christopher Feix fällt für das Duell aus) mit fünf Punkten überraschend auf Rang zwei und haben jetzt die Chance, sogar ganz an die Spitze zu fliegen. "Mit Zell am See kommt ein richtig starkes Team zu uns. In den letzten beiden Spielen haben wir enorm viel Selbstvertrauen getankt und wenn wir so auftreten wie zuhause gegen Bregenzerwald, wird am Samstag einiges für uns möglich sein. Wichtig wird sein, nicht so viele Strafen wie in den beiden ersten Spielen zu nehmen, denn die Zeller haben ein brandgefährliches Powerplay", weiß Verteidiger Christian Ofner.

Ebenso zuversichtlich gibt sich der Sportliche Leiter, Hans Exenberger: "Wir sind zwar der klare Außenseiter, aber dennoch werden wir alles geben, um den Pinzgauern ein 'Haxl' zu stellen." Eine Party im Kitzbheler Sportpark ist dennoch vorprogrammiert, gibt es nach dem Schlager Livemusik mit "The Unbroken Circle".

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Der HK Celje hat erst in der letzten Woche den Spielbetrieb aufgenommen und sofort eine 3:10-Niederlage gegen Jesenice eingefangen. Am kommenden Wochenende kommen mit dem EHC Alge Elastic Lustenau und dem EHC-Bregenzerwald zwei Vorarlberger Spitzenmannschaften nach Slowenien. Nach dem Auftaktspiel hat Celje noch einmal am Spielermarkt reagiert und David Planko sowie Aljaz Uduc verpflichtet. "Wir sind in beiden Spielen am Wochenende Außenseiter. Wir sind nicht so erfahren wie die beiden österreichischen Mannschaften, dennoch werden wir alles geben", meint Verteidiger Matic Zupanc, Torschütze im ersten Saisonspiel.

Mit einem Sieg und einer Niederlage startete Lustenau in die neue Saison, ganz zufrieden ist man damit im "Ländle" allerdings nicht. In bester Besetzung treten die "Löwen" die Reise nach Slowenien an, um gegen Celje und am Sonntag beim HC Steelers Kapfenberg voll zu punkten.

"Leider haben wir zuletzt knapp gegen Zell am See verloren. Wir wollen aber an das gute Spiel anschließen und wieder mit Punkten nach Hause fahren", meint Lustenaus Geschäftsführer Eric Orie.

Der EHC-Bregenzerwald fährt an diesem Wochenende genau das umgekehrte Programm, zuerst nach Kapfenberg und dann nach Celje. Mit vier Punkten sind die "Wälder" gut vom Start weggekommen und wollen jetzt für weiteren Punktezuwachs sorgen. Einfach wird es nicht, fallen vier Spieler (Niclas Frahmer, Fabian Glanznig, Dominik Dieber und David Hauser) aus und sind drei (Stefan Häussle, Philipp Putnik und Smail Samardzic) fraglich.

"Der Sieg am letzten Samstag war gut fürs Selbstvertrauen und hat aufgezeigt, dass die Entwicklungsrichtung stimmt. Es gibt natürlich noch sehr viel zu verbessern. Daran arbeiten wir täglich. Durch Verletzungen fehlen uns auch bestimmte Schlüsselspieler, die für die 'special teams' sehr wichtig sind. Für die kommenden zwei Auswärtsspiele ist sehr wichtig, dass die Energie im Team und der Fokus stimmen", erklärt Trainer Henrik Alfredsson. Obmann Guntram Schedler ergänzt: "Zwei schwere Auswärtsspiele stehen auf dem Programm. So ein Wochenende ist auch immer eine organisatorische Herausforderung. Wir haben aber alles im Griff. Am Eis wollen und werden wir immer Vollgas geben. Es muss mit Herz, Hirn, Verstand und eisernem Willen gespielt werden."

Der HC Steelers Kapfenberg hat vor seinen nächsten Heimauftritten für einen besonderen Gast gesorgt. Russlands und auch Kapfenbergs Eishockeylegende Alexander Martynjuk wird den Spielen beiwohnen und in der kommenden Wochen Trainingseinheiten mit den Young Steelers sowie Future Steelers abhalten.

"Wir treffen auf zwei absolute Titelfavoriten. Solche Spiele sind eine besondere Freude für uns", meint Trainer Stefan Mikes, der auf Sandro Zöbinger verzichten muss sowie um den Einsatz von Lukas Titze und Manuel Laritz bangen muss. "Nach fast 2.000 Fans beim ersten Heimspiel, das wir durch vier Stangentreffer unglücklich verloren haben, sind unsere Steelers heiß auf die beiden Vorarlberger", hofft Präsident Peter Klimovic auf die ersten Heimpunkte.

HK Triglav Kranj und HK Playboy Slavija Ljubljana heißen die beiden Gegner der Lorenz Lift VEU Feldkirch für die kommenden Tage. Florian Martin wird bei den Vorarlbergern die Auswärtsfahrt nicht mitmachen, Sven Grasböck ist fraglich. Dominik Müller hat das Training wieder aufgenommen und könnte sich für einen Einsatz in den nächsten Trainings empfehlen.

"Auswärtsspiele in Slowenien sind keine einfache Angelegenheit. Beide Teams haben sehr gute Spieler. Wir werden aber alles versuchen, um mit Punkten nach Hause zu fahren", erklärt Geschäftsführer Michael Lampert, der mit einem Sieg nach Verlängerung in zwei Spielen nicht ganz zufrieden ist.

Wie der EK Zell am See hat HDD Jesenice nur eine Partie und zwar am Sonntag gegen Kitzbühel. In dieses Spiel gehen die Slowenen mit einem Neuzugang, Stürmer Nik Pem ist aus den USA zurück nach Jesenice gekehrt. "Für mich sind alle Spieler und Gegner neu. Aber wir haben eine starke Mannschaft, die zu Hause sicher einen Sieg gegen Kitzbühel feiern kann", konnte sich Pem bereits mit seiner neuen Umgebung anfreunden.

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