Derby um die Tabellenführung

Lorenz Lift VEU Feldkirch ist die Mannschaft der Stunde der Inter-National-League. Der neue Tabellenführer hat in den letzten drei Partien keinen Gegentreffer erhalten und empfängt am Samstag Verfolger EHC Alge Elastic Lustenau.

Die letzten drei Spiele in der Inter-National-League baute Bernhard Bock vor seinem Tor regelrecht eine Mauer auf. Weder der EK Zell am See, der EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel noch der HKMK Bled konnten den Torhüter der Lorenz Lift VEU Feldkirch bezwingen. Diese drei Siege brachten die Feldkircher auch auf den ersten Tabellenplatz zwei Punkte vor EHC Alge Elastic Lustenau, dem Gegner am Samstag in der Vorarlberghalle.

Beide Vorarlberger Teams standen sich in dieser Saison bereits einmal gegenüber: Im ersten Spiel des Österreich Cup konnte Feldkirch nach 1:4-Rückstand noch mit 5:4 nach Penaltyschießen gewinnen. "Ich bin mit unseren Ergebnissen sehr zufrieden. Bock spielte in den letzten Wochen einfach sensationell. Trotzdem müssen wir auf dem Boden bleiben und unnötige Fehler, die schnell passieren können, vermeiden. Ein Derby ist immer etwas Besonderes, aber mit unseren Fans im Rücken können wir sicher drei Punkte holen", meint Trainer Milos Holan, der Florian Martin und Daniel Fekete (jüngster Ausfall mit einer Schulterverletzung für drei bis vier Wochen).

In Lustenau sinnt man auf Revanche, möchte man einerseits die Cup-Niederlage ausmerzen und die verloren gegangene Tabellenführung zurückerobern. "Diese Niederlage haben wir besprochen und abgehakt. Wir wissen, wie wichtig ein Sieg in Feldkirch ist. Ich hoffe, uns begleiten viele Fans in die Vorarlberghalle", möchte Kapitän Toni Saarinen Punkte aus Feldkirch mitnehmen. Denn tags darauf sollen die Fans ordentlich zu feiern haben, wenn im VIP-Raum der Lustenauer Eishalle zum Oktoberfest (ab 10:00 Uhr) geladen wird.

Ebenfalls auf Revanche aus ist der EHC-Bregenzerwald, der im Cup gegen den EK Zell am See eine 4:5-Niederlage nach Verlängerung einstecken musste. In der Tabelle der Inter-National-League sind beide Mannschaften bei 14 Punkten gleichauf und liegen damit nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter. Spannung ist garantiert meint auch "Eisbären"-Obmann Jürgen Dobner: "Diese Runde bringt gleich zwei Topspiele. Zum einen empfängt Tabellenführer Feldkirch den EHC Lustenau, zum anderen haben wir den EHC-Bregenzerwald zu Gast. Bei Begegnungen zwischen diesen vier Teams kommt es meist auf die bessere Tagesverfassung, das Quäntchen Glück und auf die Torhüterperformance an. Ich bin aber guter Dinge, dass wir uns zu Hause die drei Punkte sichern."

Die Liste der Ausfälle bereitet den Zellern aber weiter sorgen. Tobias Dinhopel und Rene Hochwimmer sind nicht mit von der Partie, Christoph Frank, Marcell Wurzer und Max Maes können noch auf einen Einsatz hoffen. "Seit Saisonbeginn haben wir vor jedem Spiel einige Verletzte. Wir schauen auf das Abschlusstraining, ob der eine oder andere noch fit wird", erklärt Co-Trainer Thomas Guggenberger.

Ausfälle kennt auch der EHC-Bregenzerwald zur Genüge. Am Samstag sind erneut einige Spieler nicht dabei (Fabian Glanznig, Steven Schwinger und Harald Purkhard), sechs Spielern steht noch der letzte Fitnesstest bevor. "Das wird wieder ein hartes, aber tolles Spiel. Wir haben gute Erinnerungen an die Zeller Eishalle. Wir arbeiten hart, um uns weiter zu steigern. Wir wissen, was wir zu tun haben, und werden versuchen, möglichst fehlerfrei umzusetzen", meint Trainer Henrik Alfredsson. Obmann Guntram Schedler fügt noch hinzu: "Das ist ein Spiel gegen ein sehr starkes Team mit sehr starken Importspielern. Diese gilt es in den Griff zu bekommen. Jeder weiß, worum es geht. Es ist ein Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um einen Platz unter den Top Fünf."

Mit zwei Niederlagen in Folge hat HDD SIJ Acroni Jesenice etwas den Anschluss an die Spitze verloren. Im Derby gegen HK Playboy Slavija Ljubljana soll wieder ein "Dreipunkter" eingefahren werden. "Anfang der Woche hatten wir ein Meeting, in dem wir die beiden Niederlagen gegen österreichische Klubs besprochen haben. Wir können nicht einfach nur gut spielen, wenn wir keine Tore machen. Wir müssen wieder aggressiv spielen, offensiv wie defensiv. Dann machen wir auch wieder Punkte", zeigt sich Jesenices Verteidiger Marko Tarman selbstkritisch.

Ein wenig auf der Stelle tritt der EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel, der nach dem hervorragenden Saisonstart auf den neunten Tabellenrang abgerutscht ist. Am Samstag wartet der Gang zu HK Triglav Kranj, derzeit mit einem Punkt mehr auf dem Konto. "Es wartet ein schweres Spiel in Slowenien gegen den Tabellennachbarn auf uns. Wir werden unser Bestes geben, um endlich wieder als Sieger vom Eis zu gehen", erklärt Stürmer Mike Hummer.