Das Kräftemessen kann beginnen...

Das lange Warten hat endlich ein Ende: Am kommenden Samstag startet die Inter-National-League in ihre dritte Auflage. Mit dem HC Steelers Kapfenberg und dem EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel freuen sich zwei Neulinge auf ihr erstes Heimspiel.

Zum Saisonstart am 20. September wird sich der HC Steelers Kapfenberg im neuen Gewand präsentieren. Sponsoren und Dressen werden unter dem Motto "Eine ganze Region im Eishockeyfieber" beim Debüt der Steirer in der Inter-National-League (INL) am Samstag im Heimspiel gegen den EK Zell am See vorgestellt. Mit einer Vorbereitungszeit von sechs Monaten haben sich die Steelers akribisch auf ihre neue Aufgabe eingestellt und in dieser Zeit eine gute Mannschaft auf die Beine gestellt.

"Wir haben es geschafft, das Eishockey in Kapfenberg  wieder salonfähig zu machen. Die ganze Steelers-Familie freut sich auf das erste Spiel", bestätigt Präsident Peter Klimovic. Obmann Gerhard Hasewend fügt noch hinzu: "Wir sind Ende März mit unserem Projekt an die Öffentlichkeit gegangen. In den vergangenen Monaten haben wir fünf Gründungsmitglieder sehr viel Energie und Kraft in unsere Steelers investiert. Wir können auch ein bisschen stolz auf das Geleistete sein und sind auf einem sehr guten Weg."

Mit Sandro Zöbinger hat Kapfenberg nur einen Ausfall vor der INL-Premiere zu verzeichnen, bei Gegner EK Zell am See sieht es hingegen düster aus. Sechs Spieler sind bei den "Eisbären" verletzt und werden zum Auftakt fehlen, bei Stephan Uhl und Jürgen Tschernutter besteht noch Hoffnung auf einen Einsatz am Samstag. Auch die Villacher Kooperationsspieler Ruslan Gelfanov und Valentin Leiler stehen den Salzburgern nicht zur Verfügung.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es laut Manager Klaus Mitterer aber dennoch: "Mit Clemens Ludwig kam noch kurz vor Saisonstart ein junger Verteidiger nach Hause. Der Leihvertrag zwischen Kitzbühel und Zell am See wurde aufgelöst." Der EK Zell am See erwartet, dass rund 80 Fans die Reise nach Kapfenberg antreten werden, um ihre Mannschaft lautstark anzufeuern. Eine zusätzliche Motivationsspritze, wie Kapitän Franz Wilfan zugibt: "Dass uns viele Fans in die Steiermark begleiten, motiviert zusätzlich. Egal, wer sich bis Samstag fit meldet und wer nicht: Wir haben einen breiten Kader mit viel Qualität. Das Ziel ist es, positiv in die Meisterschaft zu starten."

Der Vorjahresfinalist und Champion 2012/13, EHC-Bregenzerwald, beginnt seinen Weg zum Ziel "drittes Finale in drei Jahren" mit dem Gastspiel beim zweiten Liganeuling, dem EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel. Die Tiroler konnten im Vorjahr die Nationale Amateur Hockey Liga gewinnen und entschieden sich anschließend, einen Gang höher zu schalten.

Mit dem Engagement in der Inter-National-League wurde auch die Trainingsintensität um einiges härter. "Unsere österreichischen Spieler hatten im Sommer zwei Mal am Tag ein Fitnesstraining. Kraft und Schnelligkeit sind enorm wichtig, um über diese lange Saison zu kommen", meint Trainer Jeffrey Job. "Wir haben uns gut vorbereitet. Unser Ziel ist es ja auch, mit den besten Teams der Liga von Beginn an mitzuhalten."

Von Beginn an vorne dabei sein möchte auch der EHC-Bregenzerwald, der eine durchwachsene Vorbereitung in den Beinen hat. "Wir haben in den Testspielen gesehen, dass, wenn nicht jeder alles für den anderen gibt, wir kaum Spiele gewinnen werden", erklärt Trainer Henrik Alfredsson. "Aber am Samstag werden die Spieler keine extra Motivation brauchen, um mit einhundert Prozent in die Saison zu starten."

Kurz vor dem Saisonstart ging es beim EHC Alge Elastic Lustenau noch
einmal heiß her. Coach Timo Keppo wurde entlassen, sein finnischer Landsmann Heikki Mälkiä stieß eine Woche vor Saisonbeginn zu den "Löwen" als neuer Dompteur hinzu. Mälkiä war bereits in der Erste Bank Eishockey Liga für Jesenice und Olimpija Ljubljana tätig.

Trotz dieser Turbulenzen könnte der Weg in Lustenau ein erfolgreicher sein, wurden die ersten beiden Testspiele unter dem neuen Trainer gleich gewonnen. "Wir haben uns sicher auf den richtigen Positionen verstärkt. In dieser Liga wird es aber sehr eng zugehen, da bin ich mir sicher", meint Präsident Herbert Oberscheider. Als ersten Gast begrüßen die Lustenauer den HKMK Bled, das im Vorjahr lediglich zwei Spiele im Grunddurchgang gewinnen konnte, in der Rheinhalle. "Nach zuletzt verbesserten Resultaten hoffen wir auf einen Heimsieg zum Auftakt der Saison. Ich wünsche mir einen guten Einstand für unseren Coach", erklärt der neue Geschäftsführer der "Löwen", Eric Orie.

Eine äußerst erfolgreiche Vorbereitung legte die Lorenz Lift VEU Feldkirch auf das Eis, in sechs Partien gingen die Feldkircher lediglich im letzten Testspiel als Verlierer nach Hause. Vor eigenem Publikum startet die VEU am Samstag gegen HDD Jesenice in die Meisterschaft. "Wir werden eine sehr spannende und enge Liga erleben. Es wird sicher nicht einfach, dass wir die Master Round und das Play-off erreichen", weiß Geschäftsführer Michael Lampert.

1. Spieltag
Samstag, 20.09.2014
HC Steelers Kapfenberg – EK Zell am See
Eishalle Kapfenberg, 19:00 Uhr
SR: Florian WIDMANN, Christoph BÄRNTHALER, Maximilian MOISI

HK Triglav Kranj – HK Playboy Slavija Ljubljana
Dvorana Kranj, 19:00 Uhr
SR: Luka KAMSEK, Robert BOHINC, Gaber CRV

EHC Alge Elastic Lustenau – HKMK Bled
Rheinhalle Lustenau, 19:30 Uhr
SR: Florian HOFER, Florian FEIX, Patrick KALB

Lorenz Lift VEU Feldkirch – HDD Jesenice
Vorarlberghalle Feldkirch, 19:30 Uhr
SR: Oscar WALLNER, Daniel KÖNIG, Emanuel MAIR

EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel – EHC-Bregenzerwald
Sportpark Kitzbühel, 19:30 Uhr
SR: Kristijan NIKOLIC, Mario SCHMIDT, Daniel SPARER