Bregenzerwald in bester Position

Der Grunddurchgang der Inter-National-League nähert sich langsam dem Ende. Die Top Fünf für die "Master Round" haben sich gefunden, Rang eins wird an den kommenden Spieltagen bis 3. Jänner 2015 aber noch vergeben.

Die beste Ausgangsposition für den Platz an der Sonne hat momentan der EHC-Bregenzerwald, der mit zwei Punkten Vorsprung den ersten Rang inne und noch fünf Partien im Grunddurchgang der Inter-National-League ausständig hat. Am Samstag haben die "Wälder" den EK Zell am See zu Gast, der mit sechs Zählern Rückstand den fünften Platz in der Tabelle einnimmt und nur bei einem erfolgreichen Abschluss des Auswärtsspiels beim EHC-Bregenzerwald die Chance auf die Spitzenposition am Leben erhält.

"Wir müssen ganz stark spielen und auch physisch bereit sein, die hart spielenden und körperlich großen Zeller zu stoppen. Wir dürfen keine Scheibenverluste an den falschen Orten produzieren und müssen im Kopf hellwach sein", weiß auch Bregenzerwalds Trainer Henrik Alfredsson, dass es kein Spaziergang im Dornbirner Messestadion wird. Zudem fehlen dem Gastgeber mit Stefan Häussle und David Mitgutsch zwei Spieler mit Verletzungen sowie mit Philip Putnik, Smail Samardzic und Oliver Achermann drei Cracks, die für den Dornbirner EC auflaufen werden.

Dafür feiert Fabian Glanznig nach siebenwöchiger Verletzungspause sein Comeback, mit Stefan Spannring erhielt die Mannschaft in dieser Woche einen neuen Verteidiger. "Es freut mich riesig, dass ich nun für Bregenzerwald und für so ein starkes und tolles Team mit so viel Charakter spielen darf. Eines habe ich bereits gesehen, hier gibt es Qualität, starken Zusammenhalt und immer Vollgas", berichtet Neuzugang Spannring.

Mit etwas Respekt und zahlreichen Ausfällen wie Fragezeichen (Vlcek, Tschernutter, Gaggl, Maes, Frank, Vala, Schluderbacher, Hartl, Wurzer, Ludwig) müssen die "Eisbären" den Gang nach Dornbirn antreten und versuchen Unmögliches: Denn in sechs Ligaspielen ging der EHC-Bregenzerwald sechs Mal als Sieger vom Eis – Punktemaximum! "Es wird nicht leicht, in dieser Hale zu bestehen. Wir haben nichts zu verlieren und müssen als Team noch enger zusammenrücken, damit wir das Unmögliche möglich machen können", heißt es vom EK Zell am See.

Ein weiteres österreichisches Duell der Top Fünf bekommen die Fans in Lustenau zu sehen, wenn die Heimischen des EHC Alge Elastic Lustenau (3.) die Lorenz Lift VEU Feldkirch (2.) empfangen. Lustenau hat da bereits einen Debütanten mit an Bord, nachdem Julian Grafschafter mit einem gebrochenen Handgelenk für den Rest der Saison ausfallen wird und als Ersatz der 20-jährige lettische Verteidiger Martins Oskars Freimanis in dieser Woche verpflichtet wurde.

"Freimanis wird die Lustenauer Abwehr weiter stabilisieren und Trainer Heikki Mälkiä stehen mit dieser Verpflichtung zusätzliche Varianten bei der Linienzusammenstellung zur Verfügung. Die beiden gelernten Stürmer Stefan Wiedmaier und Tobias Schwendinger können wieder auf ihren Stammpositionen eingesetzt werden", freut sich Vorstandsmitglied Martin Stadlober.

Auf Feldkircher Seite freut man sich bereits auf dieses Derby um den zweiten Platz hinter EHC-Bregenzerwald. Bis auf Dominik Müller, der noch auf eine Entscheidung wegen seiner Matchstrafe im Österreich Cup wartet, sind alle Feldkircher einsatzbereit. "Auswärts hat der Gegner den Vorteil des letzten Wechsels. Wenn wir im Spiel fünf gegen fünf ähnlich gut spielen wie gegen die Wälder und dumme Strafen vermeiden, haben wir gute Chancen zu punkten", meint Manager Michael Lampert.

HDD SIJ Acroni Jesenice könnte an diesem Wochenende der lachende Fünfte sein, da mit HKMK Bled das Schlusslicht zum Tabellenvierten kommt. In der unteren Tabellenhälfte hat sich ein Dreikampf um die beste Ausgangsposition für die Zwischenrunde entwickelt. Der HC Steelers Kapfenberg hat auf HK Celje fünf Punkte Vorsprung und könnte mit einem Auswärtssieg im direkten Duell bereits einen großen Schritt Richtung Platz sechs machen.

Nur einen Zähler weiter zurück liegt der EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel, der im Heimspiel gegen den Vorletzten HK Playboy Slavija Ljubljana mit einem Zuwachs von drei Punkten rechnet, auch wenn mit Christoph Exenberger, Lukas De’Pasqualin und Andreas Karrer drei Spieler angeschlagen sind. "Mit den neuen Spielern Nico Sacchetti und Kevin Steiner hat unser Kader noch mehr Tiefe bekommen und das Zusammenspiel klappt von Spiel zu Spiel besser. Gegen Slavija kommt es zu einem richtungsweisenden Spiel, bei dem wir uns mit einem Sieg eine gute Ausgangsposition für die Zwischenrunde schaffen können", meint Stürmer Kevin Wirl.