"Ländle"-Derby um die Spitze

Für den EHC Alge Elastic Lustenau gibt es jedes Wochenende ein Spitzenspiel. Dieses Mal gastiert am Samstag in der Rheinhalle der EHC-Bregenzerwald, der mit einem Sieg zum Tabellenführer der Inter-National-League aufschließen könnte. HDD SIJ Acroni Jeseni

Am Samstag ist wieder Derbytime im "Ländle": Tabellenführer EHC Alge Elastic Lustenau hat mit dem EHC-Bregenzerwald den ersten Verfolger zu Gast. Bisher weisen die "Löwen" eine makellose Bilanz in der Rheinhalle auf, fünf Siege (davon einer im Penaltyschießen) und noch keine Niederlage vor heimischer Kulisse. Mit dem nach einer Verletzung wiedergenesenen Kevin Schraven kehrt ein wichtiger Spieler in das Lustenauer Team zurück. Verzichten muss Trainer Heikki Mälkiä jedoch auf Teemu Leppaus, dessen Try-out-Vertrag ausgelaufen ist und nicht verlängert wurde.

Mit dem Letten Andris Siksnis wurde bereits ein adäquater Ersatz gefunden. Der 21-jährige Flügelstürmer spielte in den Nachwuchsnationalteams für Lettland und absolvierte vier Partien für Dinamo Riga in der russischen KHL. Zuletzt erzielte Siksnis in der lettischen Liga in acht Spielen sieben Tore und verzeichnete sechs Assists.

Die "Wälder" haben sich im Duell um die Tabellenspitze viel vorgenommen und möchten ihren Aufwärtstrend der letzten Saisonen kontinuierlich fortsetzen. Mit David Mitgutsch, der nach einem geblockten Schuss einen Knöchelbruch erlitten hat, Fabian Glanznig fehlen dem EHC-Bregenzerwald zwei Spieler. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Simeon Schwinger und Stefan Häussle.

"Ein Derby ist immer ein besonderes Spiel. Wir müssen unsere beste Leistung abrufen, da Lustenau ein sehr starkes Team hat", weiß Kapitän Christian Ban. "Wir haben uns einen Gameplan zurechtgelegt und werden versuchen, diesen bestmöglich umzusetzen. Lustenau hat gute Spieler und spielt zuhause, sie sind sicher in der Favoritenrolle", fügt Trainer Henrik Alfredsson noch an.

Am Mittwoch hat HDD SIJ Acroni Jesenice ein wahres Feuerwerk entzündet, als man im Derby gegen HKMK Bled mit einem 19:3-Sieg nach Hause fuhr. Dieser Erfolg brachte die Slowenen auf Rang vier in der Tabelle nach vor, nur noch drei Punkte hinter Leader Lustenau.

"Die Umstellung auf einen neuen Trainer hat unserem Offensivspiel sehr gut getan. Gegen Kapfenberg wird es sicher nicht so einfach werden, wieder 19 Tore zu schießen. Ich denke, dass wir die bessere Mannschaft sind, das müssen wir aber auch auf das Eis bringen", sagt Torhüter Jure Pavlic vor dem Heimspiel am Samstag, bei dem die slowenischen U20-Nationalteamspieler Nik Pem, Marko Tarman und Gasper Glavic fehlen werden. Kapfenberg hat nach zwei Niederlagen in Folge den Anschluss an die Top Fünf leicht verloren und braucht daher dringend wieder Punkte, um die fixen Play-off-Plätze nicht aus den Augen zu verlieren.

Ein letztes Wochenende zum Vergessen hat der EK Zell am See hingelegt: zwei Niederlagen in Folge gegen HKMK Bled und Jesenice sowie der Rückfall auf den fünften Tabellenrang. Zu Hause gegen Nachzügler HK Triglav Kranj sollen wieder drei Punkte angeschrieben werden, um nicht noch weiter durchgereicht zu werden. Positives gibt es von der personellen Seite bei den "Eisbären" zu berichten: Die Verteidiger Marcell Wurzer und Rene Hochwimmer sind fit und auch Stürmer Tobi Dinhopel steht vor seinem Saisondebüt.

Clemens Ludwig kehrte Mitte September vom Ligakonkurrenten EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel zu seinem Stammverein zurück und wurde damals mit einem Try-out-Vertrag bis Ende Oktober ausgestattet, der nun mittels "Junior Agreement" bis Saisonende verlängert wurde. "Am Samstag endet die Hinrunde in der Inter-National-League. Mit einem Sieg gegen Kranj wollen wir den Platz unter den Top Fünf festigen", meint Verteidiger Florian Aigner.

Am Sonntag folgt dann noch das Duell um Rang sieben, wenn der EC "Die Adler" Stadtwerke Kitzbühel beim HK Celje zu Gast ist. "Aufgrund der letzten Spiele stimmt bei uns das Selbstvertrauen und ich denke, wir werden auch gegen Kitzbühel wieder einen Sieg holen können", rechnet Celjes Stürmer Blaz Knez mit Punktezuwachs und der Festigung von Rang sieben.

Das lange Warten auf den dritten Saisonsieg hatte für Kitzbühel letzten Samstag beim 4:2 gegen Kapfenberg endlich ein Ende gefunden. Auf diesem Erfolg aufbauend wollen die Tiroler auch beim Auswärtsauftritt in Slowenien punkten. "Wenn die Mannschaftsleistung so ist wie beim 4:2 Sieg gegen Kapfenberg, dann werden wir auch in Celje bestehen. Wir wollen drei Punkte mit nach Hause nehmen", meint Trainer Jeff Job.