Wer kann den HC Eppan stoppen?

Der Siegesszug des HC Eppan ging auch am letzten Wochenende weiter. Bereits seit sieben Spielen ist der überlegene Tabellenführer ungeschlagen. Am Sonntag gastiert erstmals der EK Zell am See im Eisstadion Eppan. Für die VEU Feldkirch gibt es endlich wied

Mit einem Südtiroler Derby wird das sechste Wochenende der Inter-National-League eingeläutet. Im Grödnertal beim HC Gherdeina versucht der überlegene Tabellenführer HC Südtirol Bank Eppan seine unglaubliche Serie weiter auszubauen. Seit Saisonbeginn sind die Pirates noch ohne Punkteverlust, das bedeutet sieben Siege und 21 Punkte in der Tabelle.

"Der Derbysieg gegen Kaltern trotz einiger Ausfälle und die drei Punkte gegen den direkten Verfolger aus Lustenau geben uns jetzt noch mehr Selbstvertrauen", hört man aus dem Büro des HC Eppan. Mit nur 13 Gegentreffern haben die Pirates auch die beste Verteidigung der Liga. Bei einem weiteren Erfolg am Freitag würde der Vorsprung auf den fünftplatzierten HC Gherdeina auf elf Punkte anwachsen.

Der Samstag hat es mit sechs Begegnungen und einigen Verfolgerduellen wieder in sich. Für den EHC Palaoro Lustenau gilt die Devise nach der Niederlage in Eppan, den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren. Die Aufgabe scheint mit HKMK Bled eine leichtere zu sein, konnten die Slowenen in der bisherigen Saison nur einen Zähler anschreiben. "Wir werden den Gegner auf keinen Fall unterschätzen", verrät Trainer Timo Keppo. "Vor allem unsere erste Angriffslinie war bisher nicht unsere gefährlichste Waffe. Das muss sich ändern."

Der EK Zell am See, punktgleich mit Lustenau das beste österreichische Team auf Rang drei, steht vor zwei Schlagerspielen. Zunächst geht es nach Dornbirn, wo Titelverteidiger EHC-Bregenzerwald auf die "Eisbären" wartet. "Wir werden versuchen, uns bestmöglich auf dieses Wochenende vorzubereiten und die beiden Meister zu ärgern. Wir haben nichts zu verlieren, gehen als Außenseiter in beide Partien und können nur überraschen", geben sich die Zeller zurückhaltend, denn am Sonntag steht die Auswärtsfahrt zu Serie-A2-Meister Eppan an.

Gute Nachrichten gibt es aus Feldkirch: Nachdem die Eisbereitungsprobleme in der Vorarlberghalle repariert werden konnten, steht einem geordneten Spielbetrieb nichts mehr im Wege. Bevor es am Sonntag gegen den EHC-Bregenzerwald wieder auf eigenem Eis weitergeht, muss die VEU zum Auswärtsspiel nach Meran. Der dort ansässige HC ist ein direkter Tabellennachbar der Feldkircher, für die nach den diversen Spielverschiebungen jeder Punkt zur Aufholjagd zählt. "Die FBI VEU Feldkirch möchte sich bei allen Vereinen, Nachwuchseltern und Helfern bedanken, die während der eisfreien Zeit in der Vorarlberghalle eine große Unterstützung waren", sind die Klubverantwortlichen froh, dass der letzte Monat mit viel Verständnis aller Beteiligten überstanden werden konnte.

Für Titelverteidiger EHC-Bregenzerwald steht ein österreichisches Wochenende auf dem Programm: zunächst zu Hause EK Zell am See, dann auswärts FBI VEU Feldkirch. Für die "Wälder" sind dies zwei wichtige Partien im direkten Kampf um einen der begehrten Top-Fünf-Plätze, die nach dem Grunddurchgang einen Play-off-Rang bedeuten würden. "In den letzten Spielen hat man bei uns gesehen, dass sich alle Spieler voll ins Zeug legen, um gemeinsam erfolgreich zu sein", schwärmt Trainer Henrik Alfredsson von seiner Mannschaft. "Dennoch liegt sehr viel Arbeit vor uns, um wieder dahin zu kommen, wo wir im Vorjahr waren."

Der HC Neumarkt Riwega, erster Verfolger des HC Eppan mit fünf Punkten Rückstand, steht ebenfalls vor einem Doppelwochenende gegen HK Triglav Kranj und gegen ASV Kaltern. Neumarkt möchte unbedingt den nächsten "Dreier" einfahren, um einem Tag vor dem Lokalderby eine weitere Portion Selbstvertrauen zu tanken und gleichzeitig Spitzenreiter Eppan auf den Fersen zu bleiben. "Neumarkt geht als haushoher Favorit in dieses Match. Überhaupt stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, die in ihrer Zusammensetzung und ihrer Philosophie unterschiedlicher nicht sein könnten", bleibt für Kaltern-Präsident Mathias Lobis nur die Rolle des Außenseiters über.

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