Südtirol lernt die INL kennen

Am Donnerstag wurde im Beisein von Vertretern des Österreichischen, Slowenischen und Italienischen Eishockeyverbandes die Inter-National-League der Südtiroler Öffentlichkeit vorgestellt.

Am Donnerstagmittag wurde in der Ersten & Neuen Kellerei in Kaltern/Südtirol die Inter-National-League (INL) den Südtiroler Medienvertretern vorgestellt. Bei der Pressekonferenz konnte man die Aufbruchsstimmung, die in der Südtiroler Eishockeybewegung derzeit herrscht, regelrecht spüren.

Die INL ist keine Notlösung. "Wir haben uns zu einer Teilnahme von drei Jahren verpflichtet. Aber danach soll das Abenteuer noch nicht fertig sein", lautete der Tenor. "Die Tore sind auch für alle anderen Klubs aus Italien offen, die dasselbe Gedankengut teilen wie wir. Wir wollen mit der INL keine professionelle Eishockeyliga, aber auch kein Freizeitturnier. Wir möchten in dieser Liga Eishockey auf einem guten Niveau bieten. Unser Ziel ist es außerdem Spieler auszubilden, die eventuell den Sprung in eine professionelle Liga schaffen können", erklärte Italiens Ligasprecher Werner Zanotti in seinen Ausführungen.

Peter Schramm, der Vizepräsident des Österreichischen Eishockeverbandes (ÖEHV), unterstrich, dass die INL eine sehr gute Lösung für die Klubs mit einer "kleineren Brieftasche ist. Die Probleme, mit denen wir in Österreich kämpfen, sind in Slowenien oder Südtirol die gleichen. Das Interesse an der INL war im Vorjahr schon groß. Nun kommt Italien dazu. Das steigert die Attraktivität - für die Vereine, die Fans, die Medien und nicht zuletzt für die Sponsoren."

An der INL nehmen fünf Südtiroler Klubs (Eppan, Kaltern, Meran, Neumarkt und Gröden), vier österreichische Vereine (Titelverteidiger EHC-Bregenzerwald, EHC Palaoro Lustenau, EK  Zell am See und FBI VEU Feldkirch) und sechs slowenische Teams (Maribor, Slavia Ljubljana, Celje, Jesenice, Kranj und Bled) teil.

Saisonstart ist am 20. September. Es wird eine einfache Hin- und Rückrunde gespielt. Bei 15 teilnehmenden Klubs bestreitet jede Mannschaft insgesamt 28 Partien. Das Play-off mit acht Teams beginnt am 2. März. Gespielt wird am Freitag, Samstag und Sonntag, in der Play-off-Phase wahrscheinlich auch mittwochs.