Showdown um den achten Rang

In der Nationalliga fällt die Entscheidung um den achten und letzten Play-off-Platz am 32. und letzten Spieltag. Die ece Bulls Kapfenberg und Vienna Capitals Silver treten im Fernduell gegeneinander an. Die Wiener brauchen dabei Schützenhilfe vom ATSE Gra

Am Samstag startet die Nationalliga in das "Best-of-Five"-Viertelfinale. Am 32. und letzten Spieltag könnte es aber noch einige Positionsveränderungen in der Tabelle geben. So könnten am Mittwoch noch HC TWK Innsbruck (2.) und EC hagn_leone Dornbirn (3.) sowie Titelverteidiger FBI VEU Feldkirch (4.) und Dab. Docler Dunaujvaros (5.) die Plätze tauschen.

Am brisantesten ist die Situation allerdings um Rang acht. Denn die ece Bulls Kapfenberg und die Vienna Capitals Silver kämpfen in einem Fernduell um diesen letzten Play-off-Platz. Derzeit haben die Steirer drei Punkte Vorsprung, haben bei Punktegleichheit aber das direkte Duell gegen die Wiener aufgrund einer schlechteren Tordifferenz verloren.

Kapfenberg muss in der letzten Runde zum Sieger des Grunddurchgangs. In allen bisherigen steirischen Derbys behielt der ATSE Graz die Oberhand und könnte bei einem Sieg nach 60 Minuten die steirischen Kollegen am Play-off-Einzug hindern.

"Wir werden die beste Mannschaft aufbieten, die wir zur Verfügung haben. Es ist unsere Generalprobe für das Viertelfinale, das werden wir ernst nehmen", meint Head Coach Martin Hohenberger.

Den Kapfenbergern würde allerdings ein Punkt reichen, um unter den besten Acht zu bleiben und am Samstag erneut in Graz im ersten Viertelfinalspiel aufzulaufen.

"Wir können sicher eine Überraschung liefern, auch wenn die Papierform gegen uns spricht. Dass dafür eine außergewöhnliche Leistung zu erbringen ist, liegt auf der Hand. Aber ich habe Vertrauen in unser Team und glaube, dass sie die Kurve kratzen. Zuletzt hatten wir Pech gegen den ATSE, vielleicht haben wir diesmal das Glück auf unserer Seite", fiebert der Bulls-Präsident Karl Thaller dem Steirerderby entgegen.

Die Vienna Capitals Silver verschlägt es am letzten Spieltag nach Klagenfurt zum Vorletzten. Zuletzt erwischten die Wiener beim 0:12 in Dornbirn einen rabenschwarzen Tag, wollen aber die letzte Chance für die Play-off-Qualifikation nutzen.

Bis auf das erste Saisonspiel gegen den EC-KAC (11:2) hatten die Wiener sehr mit den "Rotjacken" zu kämpfen. Zwei Mal ging es danach ins Penaltyschießen (je ein Sieg für Wien und Klagenfurt). In Klagenfurt müssen die Capitals aber nach 60 Minuten gewinnen.

"Wir haben das Spiel gegen Dornbirn abgehakt und blicken gespannt auf Mittwoch. Die Mannschaft muss alles geben, um doch noch den achten Rang zu holen", meint Head Coach Philippe Horsky.

In den oberen Tabellenregionen könnte es am Mittwoch auch noch zu Veränderungen kommen. Innsbruck empfängt im Westderby die VEU Feldkirch und braucht nur einen einzigen Punkt, um den zweiten Rang zu fixieren.

Bisher hielten sich die Tiroler in den Begegnungen gegen die Vorarlberger schadlos und feierten drei klare Siege. Lediglich vier Feldkircher Tore ließen die "Haie" in diesen drei Begegnungen zu. "Platz zwei ist sehr wichtig für den ganzen Klub", weiß auch Head Coach Daniel Naud. "Wir haben es gegen Feldkirch selbst in der Hand. Es wird aber ganz sicher keine einfache Partie für uns."

Der Titelverteidiger braucht schon einen Sieg, will man in der ersten Play-off-Runde den Heimvorteil genießen. Denn Dab. Docler Dunaujvaros, das am Dienstag zu Hause auf Schlusslicht EHC Liwest Linz trifft, hat nur zwei Punkte Rückstand auf die Viertplatzierten und das direkte Duell gegen Feldkirch gewonnen.

Dornbirn hat noch die Möglichkeit auf Rang zwei zu gelangen, sollte der HC Innsbruck gegen Feldkirch nicht punkten. Den Drei-Punkte-Rückstand können die Bulldogs aber nur mit einem vollen Erfolg gegen den EHC-Bregenzerwald aufholen.

"Der Motor bei den Bulldogs läuft wie geschmiert. Der neuverpflichtete Legionär Scott Barney scheint sich nach nur zwei Spielen bei den Messestädtern pudelwohl zu fühlen. Ganz zur Freude der Vorarlberger Fans ließ Barney das Publikum bereits fünf Mal jubeln", verkünden die Dornbirner puren Optimismus.

Eine reine Generalprobe für das Viertelfinale, in dem es um keine Platzierung mehr geht, findet in der Rheinhalle statt, wenn der EHC Palaoro Lustenau den EK Zell am See zu Gast hat. Beide Mannschaften haben mit Rang sechs und sieben ihre Position für das Play-off bereits gefunden. Jetzt geht es nur noch um die Feinabstimmung.

"Wir werden die Eisbären nicht unterschätzen. Bisher konnten wir alle drei Spiele gewinnen", wollen die Lustenauer ihre weiße Weste gegen die Salzburger behalten. Auf der Gegenseite möchte Zell am See erstmals gegen die Vorarlberger in dieser Saison punkten. Volker Keidel und Jan Bula werden nicht nach Lustenau reisen, hinter Petr Vala steht wegen einer Grippe ein Fragezeichen.

32. Runde, 14.02.2012
Dab. Docler Dunaujvaros – EHC Liwest Linz
Eishalle Dunaujvaros, 18:15 Uhr
SR: Roland ALTERSBERGER, Alexander DREIER, Daniel SOOS

32. Runde, 15.02.2012
EC-KAC – Vienna Capitals Silver
Stadthalle Klagenfurt, 19:15 Uhr
SR: Gerhard SPORER, Patrick GEHSLER, Karl WALLUSCHNIG

ATSE Graz – ece Bulls Kapfenberg
Eishalle Graz-Liebenau, 19:15 Uhr
SR: Stefan SIEGEL, Oliver RAMBAUSEK, Harald SIX

HC TWK Innsbruck "Die Haie" – FBI VEU Feldkirch
TWK Arena Innsbruck, 19:15 Uhr
SR: Ulrich ERD, Oskar JOHNSTON, Markus SCHAFFER

EC hagn_leone Dornbirn – EHC-Bregenzerwald
Messehalle Dornbirn, 19:30 Uhr
SR: Florian HOFER, Kevin KONTSCHIEDER, Christian MEURERS

EHC Palaoro Lustenau – EK Zell am See
Rheinhalle Lustenau, 19:30 Uhr
SR: Robert FALKNER, Patrick KALB, Angelo KOSMATSCH