Fernduell um den letzten Play-off-Platz

Die Positionen in der Nationalliga sind zwei Spieltage vor Ende des Grunddurchgangs beinahe alle bezogen. Nur um Rang acht gibt es in den letzten beiden Partien zwischen den ece Bulls Kapfenberg und den Vienna Capitals Silver ein Fernduell.

Zwei Runden sind noch zu spielen, an beiden Spieltagen (TABELLE) treten die ece Bulls Kapfenberg und die Vienna Capitals Silver auswärts an. Die Obersteirer haben die bessere Ausgangsposition und liegen drei Punkte vor den Wienern. Bei Punktegleichheit haben aber die Silver Capitals das Plus in Form einer zwei Tore besseren Tordifferenz auf ihrer Seite.

Den Anfang am Samstag machen die Auswärtspartien von Kapfenberg bei Dab. Docler Dunaujvaros und von den Vienna Capitals bei EC hagn_leone Dornbirn. "Wir haben uns zuletzt sehr gut präsentiert und werden das Spiel in Ungarn ähnlich anlegen", möchte Head Coach Andreas Wanner keine zu großen Umstellungen vornehmen.

Auf welche Spieler die ece Bulls treffen werden, hängt ganz davon ab, wie die Trainer der Ungarn mit dem Finaleinzug in der MOL Liga (ab 15. Februar im "Best of Seven" gegen Miskolc) umgehen.

Die Vienna Capitals Silver haben eine ebenso schwierige Aufgabe mit Titelkandidat Dornbirn vor sich. Zuletzt hatten die Wiener ein ganz besonderes Erfolgserlebnis zu vermelden, nachdem im Heimspiel gegen Dunaujvaros ein 0:3-Rückstand noch in einen 4:3-Sieg gedreht werden konnte.

"Die Spieler haben teilweise richtig gut kombiniert", freute sich auch Head Coach Philippe Horsky. "Die ganze Mannschaft hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt." Für Gegner Dornbirn steht auch noch eine Positionsverbesserung auf Rang zwei auf dem Spiel.

Die Bulldogs haben derzeit auf den HC TWK Innsbruck drei Punkte Rückstand. Gegen die Wiener gibt es nach drei Auswärtsspielen in Folge endlich wieder ein Heimspiel für die Vorarlberger.

"Wir möchten mit einem vollen Erfolg den wichtigen dritten Tabellenplatz aus eigener Kraft endgültig absichern. Die Trendkurve zeigt eindeutig nach oben", heißt es aus Dornbirn. Thomas Auer stand beim letzten Spiel wieder im Einsatz und der neuverpflichtete Legionär Scott Barney feierte mit zwei Treffern einen Einstand nach Maß.

Leader ATSE Graz ist die Spitzenposition nach dem knappen Sieg in Innsbruck am vergangenen Samstag nicht mehr zu nehmen. Die Grazer können die ausstehenden Partien im Grunddurchgang gegen EHC Liwest Linz und Kapfenberg schon als erste Vorbereitung auf das Play-off in Angriff nehmen.

"Wir werden diese zwei Begegnungen sehr ernst nehmen", meint Stürmer Stefan Wiedmaier. "Vor allem Kapfenberg könnte unser erster Gegner im Play-off sein. Da müssen wir schon am Mittwoch bereit sein."

In Linz wird Head Coach Martin Hohenberger mit vier kompletten Sturmlinien beginnen, um dem ganzen Kader noch Spielpraxis zu geben. In den bisherigen drei Saisonduellen setzte sich der ATSE Graz zwei Mal 11:1 und ein Mal 6:1 gegen den EHC Liwest Linz, der den Grunddurchgang auf dem zwölften Rang beenden wird, durch.

Auf den EK Zell am See kommt ein anstrengendes Wochenende mit einem Heimspiel gegen HC TWK Innsbruck und einer Auswärtsfahrt nach Dunaujvaros zu. Die Eisbären können sich noch auf den sechsten Platz verbessern, der Rückstand von vier Punkten auf den EHC Palaoro Lustenau ist noch aufzuholen.

"Wenn die Tagesform stimmt, können wir mit einer guten Leistung auch Innsbruck schlagen", meint der sportliche Leiter Tom Salchegger trotz der bisherigen drei Niederlagen in dieser Saison gegen die "Haie".

Am Sonntag macht sich der EKZ dann bereits ab 06:00 Uhr auf die lange Reise nach Ungarn, wo ein möglicher Play-off-Gegner zum Duell bittet. "Wir haben schon gezeigt, dass wir gegen diese Mannschaft punkten können. Mit der langen Anreise wird es aber sicher nicht einfach", weiß Verteidiger Jakob Lainer.

Kontrahent Lustenau gastiert am Samstag beim EC-KAC und möchte mit einem Dreipunkter den sechsten Rang weiter absichern. Im bisher einzigen Duell siegten die Vorarlberger mit 10:1, Juha-Matti Vanhanen gelangen in dieser Partie fünf Treffer. Martin Grabher-Meyer wird vorerst eine Pause einlegen müssen, nachdem sich der Stürmer am Montag an seiner verletzten Hand einer Operation unterziehen muss.

In der Freiluftarena Alberschwende kommt es zum letzten Derby in dieser Saison zwischen dem EHC-Bregenzerwald und FBI VEU Feldkirch. Dabei könnte es auch zum letzten Spiel unter freiem Himmel kommen, sollte der Bau der "Wäldarhalle" zeitgerecht beendet sein.

Für diese Partie hat sich der EHC-Bregenzerwald einiges vorgenommen. "Das Knacken des Zuschauerrekords wäre natürlich sehr schön und etwas Lohn für die harte, ehrliche Arbeit, die unsere Funktionäre, Mitglieder und Fans, aber auch alle Spieler von den Kindern bis zur Kampfmannschaft in diese Sportstätte investiert haben", meint Obmann Guntram Schedler.

Auf der sportlichen Seite möchte Titelverteidiger Feldkirch auf jeden Fall Rang vier vor Dunaujvaros absichern und vielleicht noch Rang drei von Dornbirn angreifen. "Einen klaren Heimvorteil haben die Wälder bei diesen eisigen Temperaturen und unsere Mannschaft von Spielertrainer Michael Lampert wird um die Punkte hart kämpfen müssen", wissen die Feldkircher.

31. Runde, 11.02.2012
EC-KAC – EHC Palaoro Lustenau
Stadthalle Klagenfurt, 19:15 Uhr
SR: Rene STRASSER, Patrick KALB, Daniel KÖNIG

EC hagn_leone Dornbirn – Vienna Capitals Silver
Messehalle Dornbirn, 19:15 Uhr
SR: Oscar WALLNER, Manuel NIKOLIC, Stefan TILLIAN

EHC Liwest Linz – ATSE Graz
Eishalle Linz, 19:15 Uhr
SR: Pavel CERVENAK, Oskar JOHNSTON, Wolfgang KRUTAK

Dab. Docler Dunaujvaros – ece Bulls Kapfenberg
Eishalle Dunaujvaros, 19:15 Uhr
SR: Gerald PODLESNIK, Alexander DREIER, Daniel SOOS

EHC-Bregenzerwald – FBI VEU Feldkirch
Eisarena Alberschwende, 19:30 Uhr
SR: Robert DOSTAL, Christoph GESSON, Oliver RAMBAUSEK

EK Zell am See – HC TWK Innsbruck "Die Haie"
Eishalle Zell am See, 19:30 Uhr
SR: Werner FLADENHOFER, Daniel HÖLLER, Karl WALLUSCHNIG

Nachtrag zur 29. Runde, 12.02.2012
Dab. Docler Dunaujvaros – EK Zell am See
Eishalle Dunaujvaros, 18:00 Uhr
SR: Stefan SIEGEL, Laszlo GANGEL, Wolfgang KRUTAK