Sechs Teams starten ins Playoff

Am Samstag beginnt die spannendste Zeit einer Eishockey-Saison: das Playoff. Sechs Mannschaften kämpfen dabei in einer "Best-of-Five"-Serie um den Einzug ins Halbfinale, in dem Titelverteidiger Dornbirn wartet.

Samstag, 19.02.2011, 19:30 Uhr
HC TWK Innsbruck "Die Haie" - EHC Infrafit Lustenau
SR: Ladislav SMETANA, Oskar JOHNSTON, Rainer KÖNIG

Die Vorzeichen vor diesem Duell sind klar: Der HC Innsbruck war über weite Strecken des Grunddurchgangs die dominierende Mannschaft und gewann in dieser Phase auch vier Mal gegen Playoff-Gegner Lustenau.

In der Zwischenrunde kam bei den "Haien" dann aber ein Einbruch. In sechs Partien gelangen nur zwei Siege, Dornbirn und Feldkirch machten sich den Gruppensieg ohne die Innsbrucker aus. Für Lustenau verlief die Zwischenrunde hingegen mit vier Erfolgen ausgezeichnet. Daher rechnen sich die Vorarlberger auch gute Chancen gegen die Tiroler aus.

"Wenn man hart arbeitet, kann das Playoff durchaus Spaß machen", erklärt Trainer Kari Eloranta. "Gegen Innsbruck müssen wir zu 100 Prozent konzentriert sein und alle Kleinigkeiten richtig machen." Dieses (mögliche) Erfolgsrezept klingt nach harter Arbeit für die Lustenau-Cracks.

Auch die "Haie" werden diese Serie nicht auf die leichte Schulter nehmen, steht doch der Meistertitel ganz oben auf der Prioritätenliste. "Wenn wir Meister werden wollen, müssen wir jeden schlagen", weiß Verteidiger Andreas Sarg.

Daher hat der Vizemeister die Zwischenrunde abgehakt, um sich voll auf den ersten Playoff-Einsatz fokussieren zu können. "Lustenau ist gut, aber wir sind besser und kompakter. Die erste Linie der Vorarlberger müssen wir in den Griff bekommen", analysiert Torhüter Markus Seidl, der in diversen österreichischen Ligen schon Meistertitel holen konnte, den Gegner.

Samstag, 19.02.2011, 19:30 Uhr
EC Red Bull Salzburg - ATSE Graz
SR: Ulrich ERD, Manuel NIKOLIC, Christoph RIENER

Vor dem Start in die Playoffs nahm Red Bull Salzburg noch kleine Änderungen an seinem Betreuerteam vor. Anstelle von Mario Richer, der als zusätzlicher Trainer zur Mannschaft der Erste Bank Eishockey Liga stößt, übernehmen Patric Wener und Jaroslav Horacek den Posten als Head Coach.

"Jetzt ist es wichtig, die Spieler noch einmal extra zu motivieren. Neue Trainer bringen wieder neue Energie mit, können noch einen zusätzlichen Lerneffekt initiieren, weil sie nicht in den vielleicht schon etwas ausgetretenen Pfaden einer langen Saison wandeln", erklärt Sportdirektor Pierre Page die Idee hinter dem Trainerwechsel in Salzburg.

In der Zwischenrunde konnte die junge "Bullen"-Truppe ein Spiel gegen den HC Innsbruck gewinnen, der Rest ging verloren. Gegen den ATSE konnte man in dieser Saison überzeugen, nur das letzte Heimspiel ging verloren.

Auch die Grazer haben seit wenigen Wochen einen neuen Head Coach. Martin Hohenberger hat für die letzten Zwischenrundenspiele dieses Amt übernommen und die Steirer zum Sieg in Gruppe B geführt.

"Wir freuen uns bereits auf dieses erste Spiel", meint Hohenberger. "Wir wissen zwar nicht, welche Spieler bei den Red Bulls zum Einsatz kommen, wir wissen aber, wie wir gegen sie spielen müssen."

Samstag, 19.02.2011, 19:30 Uhr
FBI VEU Feldkirch - SPG EKZ 28/EKZ Juniors 09
SR: Roland ALTERSBERGER, Angelo KOSMATSCH, Anthony MAURER

Feldkirch hat in der Zwischenrunde nur knapp das Ticket für das Halbfinale verpasst und landete zwei Punkte hinter Dornbirn auf Rang zwei. Die VEU konnte in allen sechs Partien der Zwischenrunde punkten, wurde nur je ein Mal in der Verlängerung und im Penaltyschießen bezwungen.

"Die Punkte zählen jetzt nicht mehr. Es geht nur noch um Siege", weiß Head Coach Michael Lampert, dass seine Mannschaft für den Aufstieg in das Halbfinale drei Spiele für sich entscheiden muss. "Rechtzeitig zu den Playoffs steht der ganze Kader zur Verfügung. Das hatten wir in dieser Saison noch nicht so oft."

Auch Zell am See kann mit einem gesunden Kader erstmals die Reise nach Feldkirch antreten. Mit drei Siegen in der Zwischenrunde holten sich die "Eisbären" souverän den letzten Playoff-Platz vor dem EHC Bregenzerwald.

"Wir müssen bis zum Umfallen kämpfen", erklärt Trainer Peter Dilsky. "Es geht nicht darum, schöne Tore zu erzielen. Es können auch Abstauber und Nachschüsse sein, die zum Erfolg führen."

Der eine Auswärtssieg in Feldkirch Anfang Dezember stimmt Zell am See positiv, erneut eine Überraschung zu schaffen. "Wir geben uns nicht leicht geschlagen. Wir werden Feldkirch über die ganze Serie voll fordern", lautet die Kampfansage aus dem Pinzgau.

Die weiteren Termine der Halbfinal-Qualifikation (Best of Five):
22.02., 24.02., 26.02. (falls notwendig), 01.03. (falls notwendig)