Lustenau und Salzburg mit dem Rücken zur Wand

Der HC TWK Innsbruck und der ATSE Graz können am Donnerstag schon in das Halbfinale der Nationalliga einziehen. Zell am See will den Schwung vom Heimsieg auch mit nach Feldkirch nehmen.

Donnerstag, 24.02.2011, 19:15 Uhr
HC TWK Innsbruck "Die Haie" - EHC Infrafit Lustenau
SR: Roland ALTERSBERGER, Alexander DREIER, Manuel NIKOLIC
Ergebnisse: 5:2, 4:1
Stand im "Best of Five": 2:0

Mit zwei souveränen Vorstellungen hat sich der HC TWK Innsbruck den ersten "Matchpuck" für den Aufstieg in das Halbfinale gesichert. In den ersten beiden Duellen überragte Patrick Mössmer. Der Kapitän der "Haie" erzielte vier der neun Innsbrucker Treffer gegen Lustenau.

"Wir sind vollgepumpt mit Selbstvertrauen. Die jüngsten Siege haben uns viel Kraft gegeben", erklärt Mössmer, der mit seinem Team im dritten Spiel am Donnerstag schon den Sack zumachen und den Einzug in das Halbfinale fixieren möchte.

Die Bilanz gegen die Vorarlberger spricht ebenfalls eindeutig für ein rasches Ende der Serie: In allen sechs direkten Begegnungen in dieser Saison konnte Lustenau noch keinen Sieg erringen. "Innsbruck war bisher zu clever für uns", gesteht Lustenau-Trainer Kari Eloranta. "Es ist aber noch nicht vorbei. Es wird schwierig, aber wir waren in jedem Spiel knapp dran."

Das Saisonende kommt erst mit der dritten Niederlage gegen Innsbruck, davor haben die Vorarlberger noch alle Möglichkeiten. Auch die Innsbrucker gehen vorsichtig in das dritte Aufeinandertreffen. "Der Gegner hat nichts mehr zu verlieren", weiß Ex-Profi Herbert Hohenberger, derzeit Assistent der Innsbrucker Geschäftsführung.

Donnerstag, 24.02.2011, 19:30 Uhr
EC Red Bull Salzburg - ATSE Graz
SR: Georg VEIT, Wolfgang KRUTAK, Gerhard SPORER
Ergebnisse: 2:5, 2:6
Stand im "Best of Five": 0:2

Für den ATSE gilt das gleiche wie für Innsbruck: "Der letzte Sieg in einer Serie ist immer der schwierigste." Nach zwei vorbildhaften Leistungen mit zwei klaren Erfolgen gegen Red Bull Salzburg können die Grazer beim Auswärtsspiel am Donnerstag bereits den Einzug unter die letzten Vier fixieren.

An eine einfache Aufgabe denken die Steirer dabei aber nicht. "Ich gehe davon aus, dass die Salzburger ihre stärkste Mannschaft aufbieten werden, da alle Bundesligaspieler zur Verfügung stehen", weiß ATSE-Verteidiger Victor Lindgren. "Wenn wir aber weiter so konzentriert zu Werke gehen, können wir den dritten Sieg am Donnerstag schaffen."

Von einem vorzeitigen Saisonende will man in Salzburg noch nichts wissen. "Drei Siege in Folge sind durchaus noch möglich", haben die "Bullen" weiterhin eine große Portion Selbstvertrauen.

Individuelle Fehler hätten in den ersten beiden Begegnungen dazu geführt, dass der ATSE nicht zu bezwingen war. "Die Grazer sind sehr routiniert und lassen kaum Chancen aus", erklärt Alexander Feichtner. "Wir müssen am Donnerstag eine starke Einheit bilden."

Donnerstag, 24.02.2011, 19:30 Uhr
FBI VEU Feldkirch - SPG EKZ 28/EKZ Juniors 09
SR: Christian POTOCAN, Patrick KALB, Rainer KÖNIG
Ergebnisse: 4:1, 1:3
Stand im "Best of Five": 1:1

Nach dem ATSE gelang auch den Zeller "Eisbären" am Dienstag eine Überraschung gegen eines der Top-Teams der Liga. Mit einem 3:1-Heimsieg konnten die Salzburger die Serie gegen die VEU Feldkirch wieder offen gestalten.

Daher geht dieses Duell über vier Runden, gibt es nach dem Spiel am Donnerstag vielleicht schon ein entscheidendes Treffen am Samstag in Zell am See. Trotz des Ausgleichs in der Serie bleiben die "Eisbären" am Boden.

"Wir sind noch immer krasser Außenseiter gegen Feldkirch, der Sieg hat das nicht geändert", weiß Trainer Peter Dilsky. "Wir hatten am Dienstag sehr viele Torchancen. Wenn wir diese in Feldkirch verwerten können, ist eine weitere berraschung möglich."

Die Vorarlberger nahmen nur ungern diesen Dämpfer hin, gilt doch das Halbfinale als Pflicht. "Nach dieser Niederlage waren wir schon enttäuscht. Aber so ist Playoff", musste VEU-Coach Michael Lampert seine Spieler auf der Heimreise wieder etwas aufmuntern. Auch die Feldkircher haderten nach der Dienstag-Partie mit ihrer Chancenauswertung. "Die muss besser werden", gibt Lampert die Richtung vor.

Die weiteren Termine der Halbfinal-Qualifikation (Best of Five):
26.02., 01.03. (falls notwendig)