HC TWK Innsbruck bleibt in der Nationalliga

Es waren enttäuschende Augenblicke, die Spieler und Fans des HC TWK Innsbruck Minuten nach der Schlusssirene in Feldkirch erleben mussten. Nach der 3:4-Niederlage im entscheidenden fünften Halbfinalspiel wurde das angestrebte Finale verpasst.

Das angesetzte Minimalziel, gleichbedeutend mit der Finalteilnahme, wurde nicht erreicht. Eine Rückkehr in die Erste Bank Eishockey Liga kommt für die kommende Saison nun nicht mehr in Frage.

"Wir haben keinen Anspruch auf die Bundesliga. Für das Umfeld in Innsbruck ist ein Ausscheiden im Halbfinale einfach zu wenig", resümiert Obmann Günther Hanschitz nach dem Saisonende.

Enttäuschend war in erster Linie die Art und Weise, wie die eigene Mannschaft in den zwei Entscheidungsspielen agierte. Nach dem wichtigen 4:1-Auswärtssieg in der dritten Partie hatten die "Haie" schließlich alle Trümpfe in der Hand, fehlte lediglich ein Sieg zum Finale.

Doch in beiden darauffolgenden Partien verspielten die Innsbrucker Cracks ihre Finalchancen früh. Jeweils 0:4 hieß es im zweiten Drittel aus Sicht der "Haie".

Dabei agierten die Tiroler im Grunddurchgang wie ein Mitfavorit auf den Meistertitel. Kritik erntet diesbezüglich auch Trainer Jarno Mensonen, der es verabsäumte, junge Spieler weiter heranzuführen und das Kollektiv zu stärken. Die Philosophie, das ständige Spiel mit vier Linien, wurde von Mensonen nicht mitgetragen.

Für einen findet Hanschitz in der Minute der Niederlage dennoch lobende Worte. Superstar Rem Murray warf sich trotz einer schweren Fingerverletzung im Entscheidungsspiel in die Schlacht: "Hochachtung wie sich ein Spieler seiner Klasse in den Dienst der Mannschaft stellt."

Nach der Saison ist aber auch bei den "Haien" schon wieder vor der Saison. Der Blick richtet sich in die Zukunft.

Nach Rücksprache mit dem Vorstand des Hauptsponsors wird aus Vernunftgründen von einem Aufstieg in die Erste Bank Eishockey Liga Abstand genommen. Das finanzielle Risiko wäre in diesen Tagen zu groß.