ATSE weiter das Team der Stunde

Der ATSE Graz bleibt auch nach dem zweiten steirischen Derby der Saison das Maß der Dinge in der Nationalliga. Am Samstag kommt Nachzügler EHC Liwest Linz in die Liebenauer Eishalle. Der neunte Sieg in Serie ist bei den Grazern dabei schon fix eingeplant.

Mit einem 5:2-Heimsieg kletterte der ATSE Graz am Nationalfeiertag wieder an die Tabellenspitze. Ein starkes Eröffnungsdrittel (3:0) reichte dabei den Grazern, um im Derby gegen die ece Bulls Kapfenberg erneut als Sieger vom Eis zu gehen.

Am Samstag wartet mit dem EHC Liwest Linz eine einfache Aufgabe auf den ATSE, der in dieser Saison in vier Heimspielen in der Liebenauer Eishalle noch keinen einzigen Punkt den Gegnern überlassen hat. Einem neunten Erfolg en suite – seit der Auftaktniederlage in Feldkirch sind die Grazer unbesiegt – und die Beibehaltung der Tabellenführung steht kaum noch etwas im Wege.

Die Linzer kommen allerdings mit einem kleinen Erfolgserlebnis in die steirische Landeshauptstadt. Im Duell der Farmteams konnten die Oberösterreicher am Mittwoch den EC-KAC mit 3:1 bezwingen.

Mit drei Treffern innerhalb von neun Minuten sicherten sich die jungen Black Wings ihren zweiten Saisonsieg. Auf die Linzer wartet am Sonntag der EHC-Bregenzerwald, tags zuvor bei Dab.Docler in Dunaujvaros zu Gast, zur Eröffnung des 11. Spieltages.

Verfolger EC hagn_leone Dornbirn hat nach dem knappen 3:2-Sieg nach Verlängerung über den EK Zell am See zwei Punkte Rückstand auf den ATSE. Gegen die Pinzgauer konnte vor allem Neuzugang Olli Korkeavuori überzeugen.

Der finnische Verteidiger war bei beiden Dornbirner Toren in der regulären Spielzeit als Vorbereiter beteiligt. Bei Schlusslicht EC-KAC ist der Vizemeister der klare Favorit, auch wenn sich die jungen Klagenfurter im Laufe der Meisterschaft schon besser an das Niveau der routinierteren Mannschaften anpassen konnten.

Im oberen Tabellendrittel konnten sich neben ATSE Graz und Dornbirn bisher noch Titelverteidiger FBI VEU Feldkirch und HC TWK Innsbruck – jeweils drei Punkte Rückstand – festsetzen. Für beide Klubs warten am Samstag keine einfachen Aufgaben in der Fremde.

Feldkirch muss zu den immer besser eingespielt wirkenden Eisbären nach Zell am See. Die Pinzgauer konnten in den letzten drei Partien sieben Punkte erobern und arbeiteten sich dadurch auf Rang sieben in der Tabelle nach vor.

"Die VEU war schon immer ein Gegner, der uns liegt. Wenn wir so spielen wie in Dornbirn, sind auch hier wieder Punkte drinnen", meint Stürmer Michael Leimgruber zuversichtlich. Bis auf Florian Kaindl und Thomas Pfeffer ist Zell am See für das Duell mit dem Meister bestens gerüstet.

Feldkirch hatte am Mittwoch spielfrei und kommt ausgeruht zu den Eisbären. Mit vier Siegen in Serie konnten auch die Vorarlberger in den letzten Runden viel Selbstvertrauen sammeln. Wie der ATSE schwimmen auch die Innsbrucker Haie momentan auf einer Erfolgswelle.

Seit den zwei Niederlagen zum Saisonstart gingen die Tiroler sieben Mal in Folge als Sieger vom Eis, zuletzt am Sonntag mit einem 13:2 gegen die UPC Vienna Capitals Silver. Mit 61 Volltreffern haben die Innsbrucker auch die beste Offensive der Liga.

Die HCI-Cracks Alexander Höller (23 Scorerpunkte), Rem Murray (22) und Aaron Fox (21) führen die Scorerliste der Nationalliga mit großem Abstand an. Der EHC Palaoro Lustenau wird am Samstag aber alles versuchen, um den Tirolern nach mehr als einem Monat wieder ein Bein zu stellen.

Im Auswärtsspiel vor drei Wochen gab es ein 1:6 und für die Lustenauer nichts zu holen. Am Mittwoch gelang den Vorarlbergern mit dem 1:0 gegen EHC-Bregenzerwald der erste Schritt aus dem Tief. "Das waren wichtige drei Punkte für uns", meint auch Obmann Michael Fink.

Drei Punkte, die auch gerne Bregenzerwald im Kampf um die Play-off-Plätze gut gebrauchen hätte können. An diesem Wochenende sind die "Wälder" doppelt im Einsatz, zuerst in Dunaujvaros und einen Tag später in Linz.

"Gegen Lustenau war Pech dabei. Ich hoffe, dass an diesem Wochenende die Spieler wieder ihre ganze Leidenschaft und ihr ganzes Können aufs Eis zaubern", möchte Obmann Guntram Schedler die verlorenen Punkte wieder gutmachen.

Nach einer Woche kehrt auch Dunaujvaros zurück in den aktiven Nationalliga-Spielbetrieb. Am letzten Wochenende trug der ungarische Liganeuling die zweite Gruppenphase des IIHF Continental Cups aus und setzte sich gegen die Teams HYS The Hague (NED), CH Jaca  (ESP) und White Caps Turnhout (BEL) knapp durch.

Durch diesen Erfolg ist der nächste internationale Einsatz der Ungarn von 25. bis 27. November bei einem Vierer-Turnier in Dänemark, das entspricht dem Halbfinale, gesichert. Nach dem überraschend guten Start in die Saison wurde Dunaujvaros an die fünfte Stelle durchgereicht. Zuletzt gab es gegen Feldkirch und Dornbirn zwei Niederlagen.

Um den Anschluss an die Top Acht geht es auch im Duell zwischen UPC Vienna Capitals Silver und ece Bulls Kapfenberg. Derzeit trennen zwei Punkte beide Mannschaften, die Wiener nehmen vorerst den achten Rang ein.

10. Runde, 29.10.2011:
UPC Vienna Capitals Silver – ece Bulls Kapfenberg
Eissportzentrum Kagran, 18:00 Uhr
SR: Gergely KINCSES, Markus SCHAFFER, Stefan TILLIAN

ATSE Graz – EHC Liwest Linz
Eishalle Graz-Liebenau, 19:15 Uhr
SR: Rene STRASSER, Angelo KOSMATSCH, Oliver RAMBAUSEK

EC-KAC – EC hagn_leone Dornbirn
Stadthalle Klagenfurt, 19:15 Uhr
SR: Gerhard SPORER, Bettina ANGERER, Florian WIDMANN

Dab.Docler Dunaujvaros – EHC-Bregenzerwald
Eishalle Dunaujvaros, 19:15 Uhr
SR: Stefan SIEGEL, Daniel HÖLLER, Stefan KUMMER

EK Zell am See – FBI VEU Feldkirch
Eishalle Zell am See, 19:30 Uhr
SR: Vedran KRCELIC, Trpimir PIRAGIC, Karl WALLUSCHNIG

EHC Palaoro Lustenau – HC TWK Innsbruck „Die Haie“
Eishalle Lustenau, 19:30 Uhr
SR: Christian KASPAR, Kevin KONTSCHIEDER, Christian MEURERS

11. Runde, 30.10.2011:
EHC Liwest Linz – EHC-Bregenzerwald
Eishalle Linz, 17:00 Uhr
SR: Florian HOFER, Wolfgang KRUTAK, David NOTHEGGER