ATSE und Zell am See lauern auf eine Premiere

Der ATSE Graz möchte erstmals gegen Meister Dornbirn gewinnen und damit Rang fünf nach dem Grunddurchgang absichern. In Salzburg kommt es zum Derby zwischen Red Bull und Zell am See. Für beide geht es noch um einige Bonuspunkte.

Mittwoch, 12.01.2011, 19:30 Uhr
EC Red Bull Salzburg - SPG EKZ 28/EKZ Juniors 09
SR: Robert DOSTAL, Rainer KÖNIG, Oliver RAMBAUSEK

Für die Salzburger Bullen gab es am letzten Samstag eine Schrecksekunde zu verdauen. Wenige Minuten vor Ende der Partie gegen den HC TWK Innsbruck (Endstand 1:3) wurde der Salzburger Henrik Antonson folgenschwer bei einem Check am Kopf getroffen.

Der 19-Jährige verlor aufgrund der Wucht des Aufpralls seinen Helm und schlug mit dem Hinterkopf ungeschützt am Eis auf. Mit einem Schädelbruch und Gehirnblutungen wurde Antonson ins Unfallkrankenhaus eingeliefert.

Für das Derby gegen Zell am See müssen die Bullen diese Szenen wieder aus den Köpfen bekommen, um sich wieder voll auf Eishockey konzentrieren zu können. Denn sportlich geht es für die Salzburger noch um Rang drei nach dem Grunddurchgang. Die VEU Feldkirch hat derzeit fünf Punkte Vorsprung.

Zell am See kämpft hingegen noch um den sechsten Rang und den ersten Saisonsieg im Derby. "Die Statistik spricht klar gegen uns. Trotzdem wollen wir unseren Fans wieder einen Grund zu jubeln geben", heißt es im Lager der Eisbären, die einige Ausfälle - vor allem in der Defensive - verkraften müssen.

Mittwoch, 12.01.2011, 19:30 Uhr
ATSE Graz - EC hagn_leone Dornbirn
SR: Roland ALTERSBERGER, Stefan JAMNIG, Christian MEURERS

Für den ATSE gab es bisher in der Saison gegen den aktuellen Nationalliga-Meister nicht sehr viel zu holen. In den drei Spielen gingen die Steirer jeweils als Verlierer vom Eis. In den Auswärtsspielen in Dornbirn gab es aber jeweils einen Punktgewinn nach Niederlagen im Penaltyschießen.

Im Heimspiel kam es Ende Oktober aber zu einem 0:5-Debakel für die Grazer, die am Mittwoch aber stark ersatzgeschwächt antreten müssen. "Auswärts haben wir Dornbirn schon an den Rande einer Niederlage gebracht. Jetzt kommt es einfach darauf an, dass wir vor dem gegnerischen Tor kaltschnäuzig agieren", erklärt ATSE-Stürmer Philipp Winzig.

In den ausstehenden Runden des Grunddurchgangs wollen die Steirer Rang fünf absichern, um mit dem Maximum von vier Punkten in die Zwischenrunde zu gehen.

Dornbirn kann sich in den nächsten Spielen schon voll auf die Zwischenrunde konzentrieren, ist Rang zwei nur noch theoretisch in Gefahr. "Die Steirer haben sich in dieser Saison zu einer starken Einheit entwickelt", haben die Vorarlberger durchaus Respekt vor dem ATSE Graz.