Start in die neue Nationalligasaison

Die Nationalliga startet am 18. September in die neue Saison. Mit dem ATSE Graz gibt es einen achten Verein, der Modus wurde adaptiert und zusätzlich wird die U20 Nationalmannschaft gegen alle Teams antreten. Dazu tummeln sich viele bekannte Namen wie Rem

Zweites Jahr des U20 Nationalteams in der Nationalliga

Nachdem in der Saison 2009/10 der erste Schritt mit Testspielen des U20 Nationalteams in der Nationalliga getan wurde, erfolgt in der Saison 2010/11 der zweite Schritt. Spiele gegen jede Nationalligamannschaft, bilden nicht nur die Vorstufe zur angestrebten Teilnahme in der Nationalliga für die Saison 2011/12 mit Punktewertung sondern dienen auch gleichzeitig, zur optimalen Vorbereitung auf die U20 Weltmeisterschaft.

In insgesamt acht zusätzlichen Spielen vor dem Dezember, haben die Spieler die Möglichkeit nicht nur Spielpraxis in der zweithöchsten Liga Österreichs zu sammeln sondern sich auch entsprechend in den Linien zusammenzuspielen. Das erfolgreiche Modell dieser Nachwuchsförderung wurde bereits in den starken Eishockeynationen Schweiz, Deutschland und auch der Slowakei umgesetzt und auch in der vergangenen Saison, waren diese Spiele ein wertvoller Bestandteil des U20 Nationalteamprogramms des ÖEHV.

Die Nationalliga - als Plattform zur Entwicklung des heimischen Nachwuchses - die auch maßgeblich an der Ausbildung der besten österreichischen Nachwuchsspieler beteiligt ist und in vielen Nationalteams, auch einen sehr maßgeblichen Teil der Kaderstärke stellt bietet also, zusätzliche Entwicklungschancen für die österreichischen Athleten.

Samstag, 18.09.2010,  19.15 Uhr
HC TWK Innsbruck „die Haie“ – EC hagn_leone Dornbirn
SR: Ulrich ERD, Andreas Siegl, Harald Six

Für den HC Innsbruck gilt es zum Nationalliga-Auftakt am Samstag gegen Meister Dornbirn die Finalniederlage der vergangenen Saison wett zu machen. Nach der intensiven Vorbereitung der jüngsten Wochen, brennen die HCI-Cracks bereits auf den Showdown am Samstag gegen die Vorarlberger. „Wir freuen uns wahnsinnig. Endlich geht es los. Die Pre-Season war sehr lang, wir sind mehr als bereit“, tönt Heimkehrer Rem Murray (Bild li.) vor dem Auftakt selbstbewusst. Für den 38-jährigen Kanadier ist es nach einem Intermezzo in Italien bereits die zweite Spielzeit in der Tiroler Landeshauptsstadt. Grund genug um einen neuen Höhenflug zu starten. „Ich weiß was von mir erwartet wird. Doch das Team arbeitet hart und ist in der Vorbereitung immer besser geworden. Wir werden Dornbirn einen heißen Tanz bieten.“

Coach Jarno Mensonen schlägt in die gleiche Kerbe wie seine kanadischer Angreifer. Vor allem der Fortschritt in der Vorbereitung stimmt den Finnen sehr positiv. „Wir haben uns sehr gut entwickelt, sind aber noch nicht am Ende. Das Spiel am Samstag ist die erste Standortbestimmung."

Verzichten muss Mensonen aber auf seinen Stammtorhüter Manuel Schönhill. Er wird nach einer Verletzung noch geschont. Für ihn wird Back up Markus Rainer zu seinem Nationalligadebüt kommen. „Er hat uns alle positiv überrascht. Ich mache mir bei ihm keine Sorgen“, so der HCI-Coach. Rainer selbst sieht die Sache cool. „Sicher hätte ich mir das nicht gedacht. Aber ich bin gut in Form und freue mich schon sehr auf die Partie.“

Auf Seiten von Dornbirn hat man kurz vor dem Auftakt noch einmal kräftig nachgerüstet. Mit Ex-Hai Aaron Fox und Daniel Tkaczuk wechseln zwei Topspieler nach Vorarlberg. Somit kehren mit Fox, Lukas Schwitzer und Thomas Auer drei alte Bekannte in die Tiroler Wasserkraft-Arena zurück.

Am 03. April wurde den hagn_leone Bulldogs mit dem Titelgewinn der Nationalliga zugleich die Jagd aller Mannschaften in der kommenden Saison angesagt. Nach 167 Tagen geht mit dem Ligaauftakt am Samstag die „Schonzeit“ für den amtierenden Meister zu Ende.

Gute Stimmung prägt das Lager der Messestädter. Jamie Bartman, der neue Mann an der Bande, nutzte die vergangenen zwei Wochen um intensiv mit dem Team zu arbeiten. Bereits gut im Ländle eingelebt haben sich beiden Imports Aaron Fox und Daniel Tkazcuk. Viel versprechend präsentierten sich die Cracks in ihrem letzten Testspiel im italienischen Pontebba. Dem Spitzenteam von Tom Pokel konnten die Bulldogs Paroli bieten, unterlagen knapp im Penalty-Shoot-Out.

Samstag, 18.09.2010,  19.30 Uhr
EHC Lustenau – EK Zeller Eisbären
SR: Christoph JELINEK, Kevin Kontschieder, Wolfgang Krutak

Mit einer stark verjüngten Truppe und einem neuen Coach geht der EHC Lustenau in die Saison. Unter der Leitung des finnischen Toptrainers Kari Eloranta  (Bild re.) soll vor allem der eigene Nachwuchs gefördert und entwickelt werden. Die drei Legionärsplätze wurden allesamt an finnische Spieler vergeben, wobei mit Matti Kuusisto ein Wunschspieler für die Verteidigerposition verpflichtet werden konnte.

Die EK Zeller Eisbären konnte in ihrem letzten Testspiel vor Meisterschaftsbeginn gegen den starken Liganeuling ATSE Graz ein 3:3 Unentschieden erreichen. Die tatsächliche Stärke der Eisbären ist derzeit schwer einzuschätzen. Mit Matt Moffat, Juha Viinikainen und Jaroslav Barton stehen bei den Pinzgauern drei Neue und deshalb unbekannte Legionäre am Eis. Unter anderem feierten die Zeller in der Vorbereitung auch einen 8:6 Heimsieg über die Sterzing Broncos, der EHC Lustenau konnte sein Heimspiel gegen die Südtiroler ebenfalls mit 2:1 gewinnen.

Der neue finnische Coach Trainer Kari Eloranta zum ersten Meisterschaftsspiel: „Das erste Meisterschaftsspiel ist immer etwas Besonderes und speziell auch für mich, da ich den Gegner und die Liga nicht kenne. Die Spieler sind jetzt seit sechs Wochen auf dem Eis und hatten sieben Vorbereitungsspiele. Die intensive Vorbereitungszeit war für mich und die Mannschaft sehr wichtig und jetzt freuen wir uns, dass es los geht und wir vor heimischem Publikum in die Meisterschaft starten können.“

Hauptsponsor Verlosung
In der ersten Drittelpause wird aus den Sponsoren, welche sich ein Spieler Dress des EHC Lustenau gesichert haben, der Hauptsponsor gezogen. Erfreulich für die Lustenauer dabei, dass bis zum Saisonstart alle Spielerdressen verkauft werden konnten!

Der EK Zeller Eisbären hat sein Gesicht gegenüber dem Vorjahr recht stark verändert und möchte zumindest Platz 5 erreichen. Verwirklichen soll das Ziel ein Team aus 23 Spielern. Viele von ihnen stammen aus der unmittelbaren Region, allein 17 Spieler kommen direkt aus dem Zeller Nachwuchs. Dass der Club vermehrt auf junge, einheimische Spieler setzt, ist Teil des Konzepts, das Zell am See seit dem Umbruch im vergangenen Jahr verfolgt. Damals war der Vorgänger-Verein in finanzielle Nöte geraten und musste den Spielbetrieb einstellen. Dank des Engagements vieler ehrenamtlicher Helfer und einer konsequenten Umstrukturierung konnte sich aber das Zeller Eishockey in der Nationalliga halten.

Verstärkt haben die junge Mannschaft drei Neuzugänge. Neben den beiden 23-jährigen Youngsters Matt Moffat aus Kanada und Jaroslav Barton aus Tschechien stößt mit Juha Viinikainen (33) ein erfahrener Routinier zu den Eisbären. Der Finne soll über den linken Flügel für Impulse sorgen, während sein Teamkollege Moffat auf der rechten Seite zum Einsatz kommt. Barton spielt in der Verteidigung. Zurück in der Zeller Eishalle ist außerdem Lokalmatador Thomas Pfeffer (30): Er hatte den EKZ vor acht Jahren verlassen, um in der ersten österreichischen Liga Erfahrung zu sammeln. Nach mehr als 500 Einsätzen und drei Meistertitel für Linz, Wien und Villach wird der Neo-Kapitän bei seinem Heimatverein die Abwehr verstärken.

Samstag, 18.09.2010,  19.30 Uhr
FBI VEU Feldkirch – ATSE Graz 
SR: Roland KELLNER, Oscar Wallner, Karl Walluschnig

Am kommenden Samstag startet die FBI VEU Feldkirch in die neue Saison. Gegner ist der Liganeuling ATSE Graz - das Spiel wird ein Duell zweier Traditionsvereine im österreichischen Eishockey. Nicht nur dieses Duell ist spannend, so treffen auch der ehemalige VEU Coach Kjell G. Lindqvist (Bild re.) und sein ehemaliger Chef und Spieler Michael Lampert aufeinander. Der Schwede kennt die Liga und vor allem die Vorarlberger Spieler bestens.

Bei der VEU ist einiges neu und mit den hochkarätigen Neuzugängen, wie Daniel Gauthier und Ryan Foster im Sturm, Igor Ivanov und Rodi Short in der Verteidigung und dem Toptorhüter Patrick Machreich hat man am Transfermarkt ordentlich zugeschlagen. Aber auch Altbewährtem hat man sich wieder besonnen, so kehrt nachdem seit letzter Saison schon Traditionsbiersponsor Frastanzer wieder mit an Bord ist auch das vielgeliebte VEU Logo in einem moderneren Design wieder zurück.

Geblieben ist der Name der letzten Jahre, denn auch Friedrich Brunnauer mit seiner Firma FBI blieb "seiner" VEU treu.

Nach 30 Jahren wieder in der Nationalliga
„Tradition verpflichtet.“ Unter diesem Motto startet der ATSE Graz in die kommende Spielzeit, denn der ATSE GRAZ - Sektion Eishockey kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Seit dem Jahr 1947 gibt es den Verein, der zu Beginn noch als ATUS Graz-Eggenberg auftrat. In den 1970igern feierte man mit dem Gewinn von 2 österreichischen Meistertiteln die bislang größten Erfolge. Nach der Saison 1980/1981 wurde die Sektion Eishockey ruhend gestellt und war seitdem nicht mehr aktiv.

Im Februar 2008 entschloss sich schließlich eine ambitionierte Gruppe dazu, den alten ATSE Graz - Sektion Eishockey wiederzubeleben. Federführend bei dieser Initiative waren die Funktionäre des EHC Blau Weiß Eggenberg. Obmann Klaus Turin und Spielertrainer Werner "Buffy" Schilcher riefen die Sektion Eishockey wieder ins Leben. Seitdem konnten mit dem zweimaligen Gewinn der Oberliga bereits wieder die nächsten Erfolge gefeiert werden.

Ja zu A
Eine Leistungsstufe höher soll der ATSE Graz Geist mit einem momentan einzigartigen Konzept weitergetragen werden. Als einziges Team in sowohl EBEL als auch Nationalliga spielen die Eggenberger ohne Legionäre – man geht uneingeschränkt den österreichischen Weg. Durch die Entwicklung der letzten Jahre gibt es momentan viele hochkarätige Österreicher in der zweiten Liga. Und nachdem zusätzlich bis heuer kein steirischer Verein mehr in der Nationalliga tätig war, war es möglich eine Truppe ohne Transferkartenspieler zu rekrutieren.

Außenseiter in Feldkirch
Wie gut sich die Truppe von Kjell G. Lindqvist behaupten kann, werden bereits die ersten Runden zeigen. Denn zum Auftak wartet schon mit dem Auswärtsspiel in Feldkirch die erste Bewährungsprobe. In den Reihen der VEU stehen mit Spielern wie Dan Gauthier (aktuell noch gesperrt), Heimo Lindner, Ryan Foster, Raimund Divis, Igor Ivanov oder Patrick Machreich viele Routiniers an der Spitze einer homogenen Truppe. Der ATSE, der mit Dominik Walchshofer ebenfalls einen gesperrten Spieler vorgeben muss, reist also ohne Druck ins Ländle.

Dienstag, 21.09.2010,  19.30 Uhr
EC Red Bull Salzburg – EHC Bregenzerwald 
SR: Roland KELLNER, Oscar Wallner, Karl Walluschnig