Schlager Lustenau gegen Dornbirn in der NL

Die Nationalliga geht an diesem Wochenende in die dritte Runde. Der Schlager steigt in Lustenau mit dem Derby EHC Infrafit Lustenau gegen den EC hagn_leone Dornbirn.

Samstag, 02.10.2010,  19.30 Uhr
EHC Infrafit Lustenau - EC hagn_leone Dornbirn  
SR: Robert FALKNER, Angelo Kosmatsch, Wolfgang Krutak

Der EHC Infrafit Lustenau empfängt im Vorarlberger Derby den großen Titelfavoriten EC hagn_leone Dornbirn. Von der Papierform her sind die Gäste klarer Favorit. Doch der EHC baut auf den Heimvorteil und darauf, dass Lokalderbies eigene Gesetze haben.

Beim EHC ist man sich der Stärke des Gegners durchaus bewusst und weiß, dass man in diesem Spiel nichts zu verlieren hat. Die Favoritenrolle ist klar vergeben, doch die Lustenauer wollen überraschen.

Trainer Kari Eloranta: „Das erste Meisterschaftsderby verspricht gute Stimmung und Emotionen auf dem Eis. Was will man mehr vom Eishockey? Es wird ein sehr hartes Spiel für uns, aber wenn wir gut zusammenspielen können wir den Meister fordern. Wir müssen kompakt, diszipliniert, hart und mit viel Mut spielen.“

Die Eishockey-Rivalitäten zwischen den Dornbirn Bulldogs und den Lustenauer Löwen haben im Vorarlberger Unterland Tradition, tragen sogar einen gewissen Kult-Faktor in sich. Sportlich verspricht die Ausgangslage des Derbys am Samstag in der Lustenauer Rheinhalle ein packendes Duell um die aufgelegten drei Punkte.

Während die Hausherren diese Saison am Ende jeweils den Kürzeren zogen, zeugen die knappen Resultate (3:4 n. V. gegen Zell am See und 1:2 in Salzburg) doch von Qualität in der Eloranta-Equipe.

Auf der anderen Seite kehren die Dornbirn Bulldogs zurück in die Spielstätte, wo in der letzten Saison der Meistertitel errungen wurde. Was nach den zwei vollen Erfolgen (8:1 in Innsbruck und 10:2 gegen den Bregenzerwald) als zusätzliche Motivation der Cracks von Bulldogs-Coach Jamie Bartman geahndet werden kann. Genau von den Fans beobachtet werden wird Bernhard Bock, der in der letzten Spielzeit noch die Bulldogs zum Titel „hexte“, jetzt neu das Gehäuse des Rivalen in Lustenau hütet.

Auf den Schlussmann des EHC wird mit Sicherheit einiges zukommen, vor allem der erste Sturm der Bulldogs hat bislang alles in den Schatten gestellt. Die Reihe mit Daniel Tkaczuk – Aaron Fox – Thomas Auer verbuchte in den beiden ersten Runden nicht weniger als 25 (!) Scorerpunkte und war weder vom HCI noch von Bregenzerwald zu halten. Diese Sturmformation zu entschärfen wird sicher einer der Schlüssel für einen möglichen Sieg der Lustenauer werden.

Samstag, 02.10.2010,  19.30 Uhr
FBI VEU Feldkirch – EC Red Bull Salzburg
SR: Roland ALTERSBERGER, Alexander Dreier, Patrick Kalb,

Im zweiten Heimspiel der Saison trifft die FBI VEU Feldkirch auf den EC Red Bull Salzburg. Die Jungbullen liegen punktegleich mit Leader Dornbirn an der Tabellenspitze. Zuhause besiegten sie den EHC Bregenzerwald und den EHC Lustenau. Nun treffen sie in Feldkirch auf den dritten Vorarlberger Club in Folge. Die Hausherren sind vom Papier her zu favorisieren, müssen aber ohne Legionär antreten.

Rodi Short der beim Spiel in Zell am See eine Matchstrafe ausfasste wurde von der MOBA für 2 Spiele plus eines bedingt gesperrt. Eine Entscheidung die man seitens der VEU nicht nachvollziehen kann. Michael Lampert zu diesem Thema: „Für mich war es schon eine Fehlentscheidung unseren Spieler mit einer Matchstrafe zu bestrafen, nun wird er auch noch für 2 Spiele gesperrt. Eine Entscheidung die ich absolut nicht nachvollziehen kann. Ärgerlich, dass man in einer Liga die ein stetig steigendes Niveau hat sich schon am Anfang der Saison über derartige Dinge den Kopf zerbrechen muss. Wir werden das Beste daraus machen.“

Im Kader der Salzburger stehen mit Alexander Pallestrang, Elias Seewald, Kevin Puschnik und Patrick Maier eine Reihe von jungen Spielern die aus Feldkirch auszogen um den Sprung in die EBEL zu schaffen. Heuer dürfen diese Spieler auch beliebig in EBEL Mannschaft oder bei Jungbullen eingesetzt werden. Hinzu kommt das die Mozartstädter mit bis zu 8 U20 Ausländern anrücken werden. Eine junge hungrige Truppe bei der sich die meisten für höhere Aufgaben empfehlen wollen.

Der Start in die Saison ist den Salzburgern perfekt gelungen. Neben zwei Heimsiegen gegen Bregenzerwald und Lustenau wurde auch das U20 Nationalteam geschlagen. Im Rahmen des Pure Hockey Projektes feierte der EC Red Bull Salzburg am Dienstag gegen das Team von Dieter Werfring einen 3:0 Erfolg. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Jungbullen bei ihrem ersten Auswärtsspiel schlagen werden.

Samstag, 02.10.2010,  19.30 Uhr
ATSE Graz – EK Zeller Eisbären
SR: Christian JELINEK, Oskar Johnston, Harald Six

In der dritten Runde der Nationalliga hat der ATSE Graz den EK Zeller Eisbären zu Gast. Nach den bisher gezeigten Leistungen gehen die Grazer durchaus optimistisch in dieses Duell.

Zum Auftakt hatte man es mit der VEU Feldkirch und dem HC Innsbruck mit zwei der drei Meisterschaftsfavoriten zu tun. Die Bilanz fällt mit einem Sieg bei einer Niederlage durchaus positiv aus. Vor allem auch deshalb, weil man die Haie über weite Strecken fordern konnte und sogar bis weit ins zweite Drittel mit 3:2 geführt hatte.

Nun geht es gegen die Zeller Eisbären zum ersten Mal gegen eine Mannschaft, die am Papier nicht zu den Titelaspiranten gehören. Die Mannschaft von Peter Dilsky glänzt nicht durch große Namen sondern durch ein starkes Kollektiv. Rund um ein paar Führungsspieler – wie die beiden ehemaligen Teamspieler Walter Bartholomäus und Thomas Pfeffer – haben sie eine hungrige Truppe mit vielen Zeller Spielern gebaut. Nicht weniger als dreiviertel des Teams sind echte Pinzgauer.

In der Vorbereitung gab es schon zweimal das Duell mit den Eisbären, beide Male in Zell/See. Dabei konnte der ATSE gute Ergebnisse erzielen. Einmal gewann man mit 6:1, einmal gab es ein Unentschieden. Sicher ein gutes Omen. Mehr allerdings nicht, denn die Vorbereitung hat oft wenig Aussagekraft über die Kräfteverhältnisse. „Die Vorbereitung ist immer eine eigene Geschichte und sagt nicht alles aus. Ich bin aber zuversichtlich und denke, dass wir die bessere Mannschaft sind und die Partie gewinnen werden“, so die Kampfansage von ATSE-Stürmer Andreas Kleinheinz.

Trainer Greg Lindqvist hat diese Woche beim Training mit ein paar Verletzungssorgen zu kämpfen, er hofft jedoch auf einen einigermaßen kompletten Kader.

Eine wesentlich schwieriger Personalsituation hat Zell Coach Peter Dilsky zu bewältigen. Zu den bereits verletzten Florian Kaindl (Entzündung am Fuß) und Juha Viinikainen (Trainingsverletzung) kam am letzten Samstag auch noch Jari Suorsa hinzu. Der Austro-Finne wurde bereits operiert und fällt für die nächsten acht Wochen aus. Auch der Kapitän der Pinzgauer, Thomas Pfeffer, wurde von einem Vorarlberger Spieler verletzt und ist für Samstag noch fraglich. Hingegen ist Michael Leimgruber trotz eines Angriffes eines Feldkirchers beim letzten Heimspiel wieder fit.

„Wir werden am Samstag leider sehr defensiv spielen müssen um die Ausfälle zu verkraften.“ meint Trainer Peter Dilsky zur Schwächung seines Teams. "Gegen den Oberliga-Aufsteiger muss unser Kollektiv wieder funktionieren." so Dilsky weiter. Die Eisbären hoffen auf zahlreiche Unterstützer in der Liebenauer Eishalle, denn die "Icebreakers" organisieren eine Fanfahrt nach Graz.

Samstag, 02.10.2010,  19.30 Uhr
HC TWK Innsbruck „die Haie“ – EHC Bregenzerwald
SR: Michael GRABER, Gernot Michael Rausch, Oscar Wallner

Klare Rollenverteilung im Duell Innsbruck gegen Bregenzerwald. Nach einer Auftaktniederlage gegen Dornbirn haben die Haie mit zwei Siegen gegen den ATSE Graz und das U20 Nationalteam viel Selbstvertrauen getankt.

„Man muss auch vor Bregenzerwald Respekt haben. Sie haben ein neues Team und haben gegen Dornbirn zwei Drittel lang mitgehalten“, zollt Haie-Verteidiger Andreas Sarg dem Gegner Respekt. Nichtsdestotrotz ist die Marschroute für das Heimspiel gegen Bregenzerwald am Samstag (19.15 Uhr) klar. Ein Sieg muss her. Egal wie. „Natürlich wollen wir gewinnen. Wenn wir unseren Job machen und an die Leistung in Graz anknüpfen habe ich keine Bedenken“, gibt sich Sarg selbstbewusst.

Eben jener Glaube an sich selbst ist bei den heimischen Cracks nach dem 6:3-Auswärtstriumph gegen den ATSE Graz und dem 4:0 gegen das U20 Nationalteam zurückgekehrt. „Die Siege waren vor allem für die Psyche und das Selbstvertrauen Gold wert. Wir haben gesehen, dass wir gut spielen können. Die Stimmung ist jetzt wieder positiv“, erklärt Angreifer Herbert Steiner.

Im selben Atemzug warnt der Youngster aber auch vor den Vorarlbergern. „Es erwartet sich jeder einen Sieg von uns. Aber das wird sicher nicht leicht.“

Bis auf die Langzeitverletzten Marc Schönberger, Jamie Mattie und Manuel Schönhill kann Haie-Coach Jarno Mensonen auf den gesamten Kader zurückgreifen. Lediglich hinter Markus Prock steht noch ein Fragezeichen.

Die Gäste aus dem Bregenzerwald konnten bisher zwar noch keine Punkte erobern, haben sich aber sowohl in Salzburg als auch in Dornbirn respektabel verkauft. Vor allem das 2:10 in Dornbirn täuscht über die Leistung der Wälder hinweg. Denn nach zwei Drittel war es nur 2:3 gestanden, erst dann brach die Offensivlawine der Bulldogs über den EHC-B herein.

Außerdem hat Bregenzerwald nach wie vor mit vielen Ausfällen zu kämpfen und wartet noch auf den Einzug ins heimische Stadion. Dieser schwierigen Situation war man sich aber schon im Vorhinein bewusst. Man wird weiter konsequent arbeiten und das Beste aus der Situation machen. Schon in der letzten Saison hat das Team von Tommy Andersson gezeigt, dass es mitspielen kann. Mit dem nötigen Glück kann der EHC Bregenzerwald gegen jede Mannschaft punkten.