Hält der Siegeszug der Bulldogs?

Der Schlager der Runde steigt in Dornbirner Messehalle wo Liganeuling ATSE Graz als nächstes Team versucht, den Erfolgsrun der Lustenauer zu stoppen. Dazu gibt es ein Vorarlberger und ein Salzburger Derby und das Duell Lustenau gegen Innsbruck.

Samstag, 23.10.2010,  19.30 Uhr
EC hagn_leone Dornbirn – ATSE Graz  
SR: Robert DOSTAL, Angelo Kosmatsch, Karl Walluschnig

Am Samstag empfangen die hagn_leone Bulldogs im Schlager der Runde Liganeuling ATSE Graz. Der Schauplatz, das Dornbirner Messestadion, war in Vergangenheit Arbeitsplatz gleich mehrerer ATSE-Akteure.

Neuling ATSE Graz liegt nach fünf gespielten Runden auf dem vierten Tabellenplatz, ist mit zwei Siegen bereits voll in der Nationalliga angekommen. Mit 30 erzielten Treffern wirbelten die Dornbirn Bulldogs in der Startphase der Eiszeit ordentlich vor den Torkästen der Gegner. Obwohl die Messestädter zuletzt einen Punkt in Salzburg (3:2-Sieg nach Verlängerung) liegen lassen mussten, soll am Samstag vor eigenem Publikum der gestartete Beutezug fortgesetzt werden.

In den Reihen der Grazer wollen vor allem Coach Kjell G Lindqvist sowie Michael Mana, Martin Pewal und Tino Teppert den Erfolglauf der Dornbirn Bulldogs stoppen. Standen doch alle in den letzten Jahren in den Diensten der Vorarlberger. Trotz dem glanzvollen Start seiner Mannschaft sieht Bulldogs-Coach Jamie Bartman noch viel Verbesserungspotential im Auftreten des amtierenden Meisters. Verletzungsbedingt fehlen wird im Kader der Dornbirner Patrick Spannring und auch der Einsatz von Benni Schennach ist fraglich.

Der ehemalige Dornbirner Meistercoach und aktuelle ATSE-Trainer Kjell G. Lindqvist kennt die Vorarlberger natürlich genau und warnt davor, sie nur auf die erste Linie mit Tkazcuk-Fox-Auer zu reduzieren. „Dornbirn hat eine starke Mannschaft mit zumindest drei Linien. Momentan sticht natürlich der Ausländersturm heraus, sie haben jedoch einen tiefen Kader mit viel Qualität“, so der Schwede vor seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.

Um vielleicht eine Überraschung zu schaffen baut Lindqvist auf ein starkes Kollektiv und die nötige Kaltschnäuzigkeit. „In allen bisherigen Partien hätten wir gewinnen können. Leider treffen wir momentan zu selten ins Tor. Irgendwann wird aber der Knopf sicher aufgehen. Gegen die Bulldogs werden wir bereit sein den Kampf aufzunehmen und uns teuer verkaufen.“

Samstag, 23.10.2010,  19.30 Uhr
EHC Infrafit Lustenau – HC TWK Innsbruck „die Haie“
SR: Ullrich ERD, Rainer König, Harald Six

In der Rheinlandhalle in Lustenau kommt es zum Duell des EHC Infrafit Lustenau gegen den HC TWK Innsbruck „die Haie“. Beide Teams befinden sich aktuell im Aufwind.

Die Gastgeber haben sich zuletzt mit einem Auswärtssieg gegen den ATSE Graz viel Selbstvertrauen geholt. Mit 3:2 nach Penaltyschießen entführte das Team von Kari Eloranta zwei Punkte aus der Steiermark.

Im Mittelpunkt standen in dieser Partie nicht wie so oft die Legionäre, sondern die einheimischen Kräfte. Patrick Peter und Adrian Ströhle brachten ihr Team mit ihren Toren in Führung, die bis 40 Sekunden vor Schluss auch hielt. Nicht zuletzt aufgrund des überragenden Bernhard Bock, an dem sich der ATSE förmlich die Zähne ausbiss. Auch im Shoot-out waren die Österreicher die Protagonisten. Adrian Ströhle verwertete den entscheidenden Versuch, Bock blieb zweimal Sieger gegen die ATSE Schützen.

Der Gegner aus der Tiroler Landeshauptstadt kommt mit einer Serie von vier Siegen in Folge nach Lustenau. Zuletzt wurde die VEU Feldkirch mit 8:2 aus der Halle geschossen: „„Das Spiel gegen Feldkirch war richtig gut, aber Lustenau wird wieder eine neue Partie. Wir müssen unsere Leistung wieder bringen“, bleibt Verteidiger Florian Pedevilla trotz des momentanen Höhenfluges am Boden. Und doch reisen die Innsbrucker Haie mit stolz-geschwellter Brust zum Auswärtsspiel ins Ländle gegen Lustenau. Die letzten vier Spiele wurden gewonnen, der Formanstieg vor allem im Westderby gegen Feldkirch deutlich erkennbar. „Wir wollen uns von Spiel zu Spiel verbessern und unsere Entwicklung weiter vorantreiben. Pedevilla ist ein gutes Beispiel. Er hat viele Schritte vorwärts gemacht“, hält Coach Jarno Mensonen große Stücke auf seinen Verteidiger. Das Raubein in den Reihen der Haie glänzt in diesem Jahr ohnehin mehr mit der spielerischen Komponente, als mit den Fäusten. Zwei Saisontore stehen bereits auf der Habenseite. Eine Tatsache die erfreut. „Momentan läuft es einfach gut. Aber wir müssen dranbleiben und weiter hart arbeiten.  Meine zwei Tore sind schön, aber es zählt in erster Linie die Mannschaft.“

Der derzeitige Erfolg gilt in Innsbruck als Momentaufnahme. Denn nur wer sich stetig verbessert wird am Ende ganz oben sein. So steht auch bei den Haien die ständige Weiterentwicklung im Vordergrund. „Wir haben noch viel Potenzial und sind längst nicht am Zenit angekommen. Vor allem bei der Effektivität und beim physischen Aspekt müssen wir noch zulegen“, ortet Coach Mensonen noch Luft nach oben.

In Lustenau kann der 39-jährige Finne bis auf Marc Schönberger und Manuel Schönhill auf den gesamten Kader zurückgreifen. Wer bei den Haien das Tor hüten wird, wird erst am Spieltag entschieden.

Samstag, 23.10.2010,  19.30 Uhr
FBI VEU Feldkirch – EHC Bregenzerwald
SR: Michael GRABER, Christian Meurers, Günter Rapatz

Am Samstag kommt es in der Vorarlberghalle in Feldkirch zum Vorarlberger Duell zwischen der FBI VEU Feldkirch und dem EHC Bregenzerwald. Es ist bereits das zweite Heimderby für die Feldkircher in dieser Saison. Nach der bitteren Niederlage in Innsbruck ist die VEU Zuhause wieder auf Punkte aus.
Aber die Wälder sind nicht zu unterschätzen und somit der richtige Prüfstein vor dem nächsten anstehenden Derby gegen die Bulldogs.

Die Mannschaft von Trainer Michael Lampert kann daheim wieder auf die volle Unterstützung der Fans bauen. Außerdem sollte wenn alles glatt geht Ryan Foster wieder mit von der Partie sein, er fehlte zuletzt zweimal verletzungsbedingt. Dafür fehlt Bernd Schmidle krankheitsbedingt und auch der Einsatz von Martin Mallinger ist noch fraglich. Fehlen wird auch Michael Novak der nach Ablauf seines Probevertrages nicht weiter verpflichtet wird.

Zuletzt unterlag die Mannschaft um Bregenzerwald-Trainer Tommy Andersson in Zell am See mit 1:3 wobei die Entscheidung durch ein Empty Net Goal erst in der Schlussminute fiel und auch sonst traten die Alberschwender im bisherigen Saisonverlauf recht selbstbewusst auf.

Trotzdem ist die VEU klarer Favorit und will die Punkte in Feldkirch behalten. Es ist nicht das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften. Bereits in der Vorbereitung kreuzten sich die Wege der beiden Mannschaften. Damals behielt die VEU mit 6:1 die Oberhand.

Dieses Spiel ist gleichzeitig die letzte Partie der Zwangspause von Daniel Gauthier, der eine 6-Spiele-Sperre abzusitzen hat. Diese datiert aus dem Jahr 2009, als er am 21. März im letzten Play-off Spiel gegen den EHC Lustenau mit einer Matchstrafe vom Eis geschickt worden war.

Samstag, 23.10.2010,  19.30 Uhr
EK Zeller Eisbären – EC Red Bull Salzburg
SR: Roland ALTERSBERGER, Werner Fladenhofer, Stefan Jamnig

In Zell/See empfangen die Eisbären im Salzburger Derby den EC Red Bull Salzburg. Die Gastgeber müssen weiterhin viele Verletzte vorgeben und spielen ohne einen einzigen Legionär.

Das Verletzungspech klebt den Zellern weiterhin an den Fersen. Zuletzt erwischte es mit Matt Moffat auch noch den dritten Legionär im Team, wodurch Peter Dilsky im Derby ohne Ausländer auskommen muss. Außerdem fehlt ihm mit Austro-Finnen Jari Suorsa ein weiterer wichtiger Spieler. Dass es trotz der dezimierten Truppe klappen kann, haben die Zeller im letzten Heimspiel bewiesen. Gegen den EHC Bregenzerwald drehte die Truppe von Peter Dilsky einen 0:1 Rückstand um und gewann schlussendlich mit 3:1. Matchwinner war mit Nikolaus Hartl eines der hoffnungsvollsten Zeller Nachwuchstalente. Der U20 Teamspieler schoss zwei Tore und bereitete das 3:1 durch Stephan Uhl vor.  

Beide Teams haben diese Woche im Rahmen des Pure Hockey Projektes ein Testspiel gegen die U20 Nationalmannschaft absolviert, wobei es den Salzburgern besser ging. Sie setzten sich gegen setzte sich in der Salzburger Eisarena gegen das österreichische U20-Nationalteam mit 4:1 durch (das Spiel wurde allerdings schon nach 52 Minuten beendet, da die Reparatur einer gebrochenen Scheibe zu lange gedauert hätte).  Die Zeller ihrerseits mussten sich mit 1:5 geschlagen, setzten aber ein sehr junges Team mit vielen Nachwuchsspielern ein.

Ein oder zwei Ausfälle muss auf Seiten der Gäste auch das Farmteam der Red Bulls am kommenden Samstag verkraften. Head Coach Mario Richer, der wie immer die individuelle Ausbildung der jungen Spieler im Fokus hat, kann aber prinzipiell auf einen großen Kader zurückgreifen, so dass Salzburgs U22-Team für den großen Samstag-Schlager in Zell am See gerüstet sein sollte.