Bregenzerwald das Überrachungsteam

Die Nationalliga geht nach Beendigung der ersten Hinrunde am Wochenende in die erste Rückrunde. Während Dornbirn und Innsbruck Kopf-an-Kopf die Tabelle anführen, konnte der EHC Bregenzerwald bislang mit Platz 6 positiv überraschen.

Samstag, 30.10.2010,  19.30 Uhr
EHC Bregenzerwald – EK Zeller Eisbären
SR: Werner FLADENHOFER, Angelo Kosmatsch, Norbert Mathis

Über Alberschwende lacht die Sonne! Alles Eitel Wonne momentan beim EHC Bregenzerwald, denn nach dem 3:2 Derbysieg gegen den EHC Lustenau stehen die mit Rang 6 in der Tabelle stehen die Wälder so gut wie schon lange nicht da.

Nachdem man bereits das „falsche“ Heimspiel in Lustenau gegen den ATSE Graz mit 4:2 für sich entscheiden konnte, folgte nun mit dem 3:2 gegen Lustenau bei der Saisonpremiere in der Freiluftarena Alberschwende der zweite Heimsieg. Mit dem Ausgleichstreffer in der letzten Spielsekunde des Mitteldrittels drehten die wie immer aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber das Spiel und holten sich durch einen Treffer von Dominik Bereuter die drei Punkte.

Damit hat sich das Team von Trainer Tommy Andersson auf Rang 6 in der Tabelle vorgearbeitet. Punktegleich mit dem EHC Lustenau und einen Punkt vor dem Gegner am Samstag, den Zeller Eisbären. Damit ist das Duell auch ein wichtiges Spiel um die Platzierungen in der unteren Tabellenhälfte.

Für die Gäste aus dem Pinzgau ist es nach dem 1:7 in Innsbruck am Dienstag die zweite schwere Auswärtspartie in dieser Woche. Coach Peter Dilsky plagen weiterhin die Langzeitausfälle von Matt Moffat und Jari Soursa, lediglich Juha Viinikainen kehrt ins Line-up zurück. „Das hilft uns natürlich, obwohl es an unserer grundsätzlichen Lage nichts ändert“, so Dilsky im Vorfeld der Partie, die er wie immer in Bregenzerwald sehr schwierig erwartet. „In Alberschwende ist es ganz besonder schwer. Wie gut Bregenzerwald zuhause ist, haben sie gegen Lustenau gezeigt. Sie spielen sehr kompakt und haben mit Lundin einen starken Rückhalt.“

Trotz der schwierigen Situation steigen die Zeller ab zuversichtlich in den Bus. „Bis auf die Innsbruck-Partie haben wir zuletzt brav gespielt. Auch beim 3:1 Heimsieg im Hinspiel haben wir gesehen, dass wir sie schlagen können. Wenn unsere Leistung passt, können wir aber sicher etwas mit nach Hause nehmen“, gibt sich Dilsky kämpferisch.

Samstag, 30.10.2010,  19.00 Uhr
ATSE Graz  – EC Hagn_leone Dornbirn
SR: Georg VEIT, Anthony Maurer, Christian Meurers

Der ATSE Graz bekommt es am kommenden Samstag mit den Bulldogs aus Dornbirn zu tun. Während die Vorarlberger am Mittwoch ihre erste Saisonniederlage einstecken mussten, ist der ATSE noch nicht am Leistungszenit angelangt.

„Eigentlich ist es ganz einfach: Wir sind jedem Gegner zumindest ebenbürtig, können aber im Moment keine Tore schießen“, bringt Coach Lindqvist die Situation auf den Punkt. Tatsächlich ist es
so, dass die Eggenberger in jeder Partie entweder deutlich mehr Torschüsse als der Gegner hatten oder Führungen nicht über die Zeit brachten. „Wenn du als Trainer siehst, dass deine Mannschaft eigentlich überlegen ist, aber dennoch nicht gewinnt, dann wird es schwierig“, so der Schwede nach der nunmehr absolvierten ersten Hinrunde.

Zähne zusammenbeißen heißt die Devise bei den hagn_leone Bulldogs, die trotz der Niederlage gegen den Rivalen aus Feldkirch, nach sieben Runden weiterhin die Tabelle anführen. In Graz suchen die Cracks von Bulldogs-Coach Jamie Bartman die Bestätigung für den knappen 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen vor einer Woche im eigenen Stadion. Die Steirer unter der Leitung von Kjell G Lindqvist sind dementsprechend auf Revanche eingeschworen.

Zuletzt mussten beide Teams nach überlegenen Starts schmerzhafte Niederlagen einstecken. Dornbirn unterlag Feldkirch nach 3:1-Führung im Penaltyschießen und Graz musste sich nach einem 2:0 am Ende von den Red Bulls geschlagen geben. Schmerzen, dass die weiße Weste der Dornbirner ausgerechnet vom Ländle-Rivalen Feldkirch beschmutzt wurde, müssen Stefan Spannring und Co. spätestens auf der 600 Kilometer langen Reise wegstecken. Das Duell mit dem überraschend starken Aufsteiger – der weiterhin ohne Legionäre antritt – wird dem amtierenden Meister alle Kräfte abverlangen.

Samstag, 30.10.2010,  19.15 Uhr
HC TWK Innsbruck „die Haie“ – EHC Infrafit Lustenau
SR: Ullrich ERD, Wolfgang Krutak, Günter Rapatz

In der Innsbrucker TWK Arena empfangen die Haie den EHC Lustenau. Nach einem 7:1 Kantersieg gegen Zell am See am Dienstag haben die Tiroler punktemäßig zu Leader Dornbirn aufgeschlossen und Hunger auf mehr. Das Hinspiel gegen Lustenau hat aber gezeigt, dass auf die Truppe von Jarno Mensonen Einiges zukommen wird.
 
„Lustenau wird ganz giftig sein. Die jüngsten beiden Niederlagen gegen uns und Bregenzerwald haben sie schwer getroffen“, glaubt Haie-Coach Jarno Mensonen an eine gefährliche Mannschaft aus dem Ländle. Die Innsbrucker Cracks müssen ihrerseits morgen Samstag  wieder bereit sein - die famose Siegesserie soll schließlich weiter ausgebaut werden.

Einer, der seinen Teil dazu beitragen möchte ist Herbert Steiner. Der Youngstar tanzt in diesen Tagen auf zwei Hochzeiten. In der Tiroler Eliteliga derzeit als Torschütze vom Dienst bekannt, wirbelt er auch in der Nationalliga die gegnerischen Verteidiger gehörig durcheinander. „Momentan läuft es fantastisch. Ich fühle mich wohl und die Mannschaft strotzt nur so vor Selbstbewusstsein“, gibt sich das Eigengewächs optimistisch. Ein gutes Gefühl hat Steiner auch wenn es um seine eigene Leistung geht. Die Entwicklung stimmt mehr als positiv. „Ich habe vergangenes Jahr sehr viel gelernt. Ich weiß nun wie das Tempo ist und habe mich bereits daran gewöhnt. Das ist ein großer Schritt für mich.“

Vor knapp einer Woche feierte Innsbruck einen hauchdünnen 2:1-Auswärtserfolg nach Penaltyschießen gegen Lustenau. Auch am Samtag wollen die Haie wieder zubeißen, die Marschroute dafür ist klar. „Wir wollen wieder ein gutes Spiel zeigen und unsere Fans begeistern“, hofft Mensonen auf ein tolles Spiel seiner Jungs. Unterstützt wird der finnische Haie-Coach dabei von seinem kompletten Kader. Denn bis auf die Langzeitverletzten Manuel Schönhill und Marc Schönberger kann der 39-Jährige aus dem Vollen schöpfen.

Lustenau wir vor allem das Glück in einer sicherern Defensive suchen, um dem zu erwartenden Offensiv-Spektakel der Haie entgegen zu treten. Trainer Kari Eloranta zum Spiel: „Vor einer Woche haben wir bereits gegen Innsbruck gespielt, daher wissen wir jetzt schon etwas mehr über die Mannschaft. In diesem Spiel haben wir gut gespielt, gekämpft und eine kompakte Mannschaftsleistung gezeigt. Innsbruck spielt zu Hause sehr gut und schießt  viele Tore (15 Tore in den letzten zwei Heimspielen). Es ist eine Herausforderung für uns. Wir müssen defensiv sehr gut spielen und hoffen, dass wir gute Konterchancen bekommen und auch im Powerplay überzeugen können.“

Samstag, 30.10.2010,  19.30 Uhr
EC Red Bull Salzburg - FBI VEU Feldkirch
SR: Michael GRABER, Oscar Wallner, Karl Walluschnig

In der Salzburger Volksgarten Eisarena treffen zwei der Top 4 Teams aufeinander: Die Red Bulls empfangen die FBI VEU Feldkirch. Beide Teams gehen mit dem Selbstvertrauen eines Auswärtssieges in der letzten Runde in das Duell „Jung gegen Alt“.

Die Red Bulls bewiesen am letzten Spieltag beim Match in Graz gegen den ATSE viel Moral und kämpften sich nach einem 0:2 Rückstand nach 35 Minuten zurück in Spiel. Nach einem raschen Anschlusstor brachte ein Sololauf über das ganze Eis von Holmberg zu Beginn des Schlussabschnittes die Wende für die Salzburger, die sich mit dem 3:2 durch Pallestrang 33,6 Sekunden vor Schluss selbst für ihren Kampfgeist belohnten.

Mit der VEU Feldkirch kommt ebenfalls ein Team mit breiter Brust nach Salzburger. Die Monfortstädter drehten am Mittwoch im Derby in Dornbirn einen 1:3 Rückstand in einem Sieg nach Penaltyschießen. Wendepunkt in der Partie war eine 5-Minuten Strafe gegen den Dornbirner Jürgen Fussenegger neuen Minuten vor Schluss, dass die VEU eiskalt nützte. Mit zwei Toren binnen 28 Sekunden durch Schmidle und Colleoni egalisierte die VEU den Rückstand und im Penaltyschießen war dann Heimo Lindner mit dem Siegtreffer der umjubelte Held.

Großen Anteil an der ersten Saisonniederlage der Bulldogs hatte auch Rückkehrer Daniel Gauthier. Der mittlerweile 40-jährige Routinier leistete zu beiden Poweplay-Treffern die Vorarbeit und zeigte damit, wie wichtig er für sein Team – vor allem in Überzahl – nach wie vor ist.

Es wird interessant werden, wie sich die unbekümmerte Jugend der Salzburger gegen die geballte Routine der VEU schalgen wird. Auf Seiten der Gastgeber ist kein Spieler über 22, die Importspieler sind sogar alle unter 18. Auf der Gegenseite zählt alleine die erste Sturmformation mit Bernd Schmidle, Daniel Gauthier und Ryan Foster 113 Lenze.